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Kunstrasenplatz in Rindern für Gesamtschule und SV RIndern eröffnet

Schlüsselübergabe : In Rindern kicken sie jetzt auf Kunstrasen

Die eine Million Euro teure Anlage an der Gesamtschule wurde nach einem Jahr Bauzeit fertiggestellt. Kämmerer Willibrord Haas eröffnete den Sportplatz mit der Schlüsselübergabe an die Schule und den SV Rindern feierlich.

Eingeweiht  wurde der funkelnagelneue Kunstrasen an der Eichenallee streng genommen schon am Freitagabend. Dort waren die Reserve des SV Rindern und der BV DJK Kellen die ersten Teams, die in der Fußball-Kreisliga B auf der offiziell noch nicht einmal freigegebenen Sportanlage spielen durften. Im strömenden Regen gewann Kellen 2:1 – es soll die erste von unzähligen kleinen und großen Sportveranstaltungen sein, die der SV und die Gesamtschule Kleve hier in den kommenden Jahrzehnten austragen werden. „Wir haben hier für Schüler und Sportler die besten und modernsten Rahmenbedingungen geschaffen, damit sie viele Jahre Spaß am Sport haben können“, sagte Stadtkämmerer Willibrord Haas bei der obligatorischen Schlüsselübergabe am Montag.

Entstanden ist der Sportplatz nämlich mehr oder weniger aus dem Nichts. Wo vor einem Jahr noch ein Acker neben dem Vereinsgelände des SV und gegenüber des Schulkomplexes lag, liegt nun die knapp über eine Million Euro teure Anlage. „Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir hier vor einem Jahr im Matsch gestanden haben“, sagte Haas.

Zwölf Monate später standen er, Schulleiterin Dr. Rose Wecker, Vereinsvorsitzender Jens Rosmüller und weitere Gäste auf einem Kunstrasen der neuesten Bauart. Statt schwarzem oder grünem Granulat, wie es auf den meisten Plätzen üblich ist, wurde in Rindern ein rotes Füllmaterial aus Kork verwendet. „In Sachen Umweltverträglichkeit ist das die deutlich bessere Wahl“, erklärt Tobias Knoll, Geschäftsführer des Sportanlagenbauers Geo3, der die Bauarbeiten leitete. Genauso wichtig: „Im Sommer werden viele Kunstrasenplätze wegen des Granulats extrem heiß und haben einen unangenehmen Geruch. Das ist bei dieser Variante anders.“ So waren während der Hitzewelle 2018 in er Region reihenweise Plätze unbespielbar geworden, weil das Granulat geschmolzen war. Der Nachteil der Korkvariante: Sie ist teurer und deutlich pflegeintensiver. „Die Umweltbetriebe und der Verein in Eigenleistung werden den Platz vernünftig pflegen, darauf haben wir uns geeinigt“, erklärte Haas. Der Sportausschuss-Vorsitzende Michael Kumbrink fügte an: „Was wir hier gemacht haben, ist wertvoll.“

Der SV Rindern, in dessen Reihen rund 20 Mannschaften spielen, wird sich unter anderem um die Laubbeseitigung kümmern. Er nutzt die Anlage ab 17 Uhr, vorher ist sie für den Schulsport freigegeben. „Wir hoffen, dass uns der neue Platz auch sportlich einen Schub gibt und Leute anzieht“, sagte der Zweite Vorsitzende Arno Schoofs. Bisher spielte der Verein auf dem Ascheplatz an der Schule.

Schulleiterin Wecker lobte den raschen Ablauf: „Wir als Schule freuen uns, dass alles so schnell gegangen ist und der Platz noch in diesem Jahr eröffnet werden kann.“ Die moderne Anlage sei für sie eine deutliche Aufwertung: „Wir sind eine Schule, die Sport auch als Abi-Fach anbietet und brauchen daher gute Bedingungen. Für die Kinder und Jugendlichen ist Bewegung sehr wichtig.“ Der alte Sportplatz auf der anderen Straßenseite muss demnächst dem Neubau der Schule weichen. „Wenn das mit dem schnellen und problemlosen Ablauf jetzt auch noch auf den Schulbau zutrifft, sind wir glücklich“, betonte Wecker lachend.