Kleve: Kunst, die man leasen kann

Kleve: Kunst, die man leasen kann

Der Klever Architekt und Künstler André Lemmens will seine Kunst künftig auch als Leasing-Objekte anbieten. Zu seinen Heimat-Fotos, die derzeit im "Salon der Künstler" im Museum Kurhaus zu sehen sind, hat der Fußball-Fan auch eine Fotoserie über den 1. FC Kleve gemacht.

Er macht den Sportverein zur Kunst. " . . . come on FC" heißt die Serie der bearbeiteten Fotografien vom 1.FC Kleve, die der Klever Künstler André Lemmens jetzt herausgegeben hat. Eigentlich sind es Momentaufnahmen, Zufallsprodukte, sagt Lemmens. "Momente, an denen wir achtlos vorüberschreiten, sie werden festgehalten und fordern durch die Bearbeitung unsere Wahrnehmung heraus", beschreibt er seine Arbeit.

Denn wie auch seine Fotoserie "Heimat", die die alte Industriekultur Kleves unter milchigen Plexiglasscheiben verheimlicht und sie wie aus vergangener Zeit nur noch erahnbar lässt, sind auch seine Bilder zur FC-Kleve-Serie bearbeitet. Spieler, Rasen und Zuschauer lösen sich in Punkte, Farbflecken und Farbflächen auf. Einige Bilder gehen dabei ins Abstrakte, andere zeigen scheinbar nur eine flüchtige Bewegung. Fußball als Fotokunst auf 40 mal 60 Zentimeter Aluplatte gebannt. Bilder aus der Serie "Heimat" schafften in diesem Jahr den Sprung in den "Salon der Künstler" im Museum Kurhaus Kleve.

An der künftigen Hochschule

Zu besichtigen sind die Fußball-Bilder in seinem Atelier29 an der Briener Straße. Hier, unmittelbar gegenüber der künftigen Hochschule Rhein-Waal, geht der 43-Jährige seinem Beruf als Architekt nach. Neben dem Architekturbüro und einer neuen Ausstellungshalle hat Lemmens hier auch sein Atelier eingerichtet. Für seine Kunst hat er auch über eine neue Geschäftsidee nachgedacht und sie jetzt umgesetzt: Seine Objekte wird man künftig leasen können: Gemälde, große Fotoarbeiten, Papierarbeiten. Frühere abstrakte oder jüngere Fotografien. "Jeder kann vorbei kommen, wird individuell beraten, sieht sich was an und kann sich mehrere Bilder zusammenstellen", sagt Lemmens. Ob es für die neue Praxis, das Büro oder die trauten vier Wände sind.

"Man kann sich dann ja Zuhause mit der Kunst anfreunden — den Leasing-Preis rechnen wir auf den Kaufpreis an. Die Anfangsinvestition ist damit eigentlich gering", sagt Lemmens. Auch wenn sein Bilder-Leasing erst ab drei Objekten beginnt. Die kosten dann 30 Euro im Monat, wobei bei nach Ankauf nach einem Jahr die monatliche Rate angerechnet wird.

Hier geht es zur Bilderstrecke: André Lemmens: Diese Kunst kann man leasen

(RP)