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Kleve: Kunde: "Das Kurhaus wird gerockt"

Kleve : Kunde: "Das Kurhaus wird gerockt"

Ausstellung des amerikanischen Künstlers Llyn Foulkes wird vorbereitet.

Die Kisten aus Los Angeles sind groß, sehr groß. So groß, dass sie nicht über Treppen oder Aufzüge in die erste Etage geschafft werden können. Dort müssen sie aber hin: Denn Llyn Foulkes braucht die hohen Räume oben, um seine beachtlichen Werke unterzubringen. Deshalb war im Klever Museum Hochbetrieb: Vier Teams mussten die in Kisten verpackten Arbeiten aus L.A. in die Säle und an Ort und Stelle bringen. Dort wurden sie im Beisein der amerikanischen Kuratorin und einer Mitarbeiterin des Zolls geöffnet. Angekommen waren die Arbeiten gestern, weil sie sich 24 Stunden akklimatisieren müssen.

Jetzt kam das sperrige Gerät ins Haus – per Autokran. Der hievt die Kisten empor auf die erste Etage. Dort haben die Museumsmitarbeiter in der Zwischenzeit die große Balkontür in der Mataré-Abteilung mitsamt Oberlicht ausgebaut. "Da bekommen wir dann eine lichte Höhe von 3,2 Meter, das reicht so gerade", sagt Kleves Museumsleiter Prof. Harald Kunde und guckt auf eine der vielen Kisten, die dort vor den Fenstern seines Büros vorbeischweben. Das alte Balkongitter mit seinen Verziereungen musste dafür abgebaut werden.

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Insgesamt sind es 95 Arbeiten des Amerikaners, die ab 8. Dezember in Kleve zu sehen sind. Dafür wird ein Teil des Museums umgebaut. "Das kurhaus wird gerockt", sagt Kunde. Es ist Eile angesagt – denn für den Einbau der großen Werke ist nur ein Tag vorgesehen – sonst wird der Kran zu teuer.

Und der muss nicht nur die vollen Kisten rein-, sondern auch die leeren Kisten wieder herausheben. Dann kommen sie bis zum 2. März 2014 in ein Außenlager, bevor das gleiche Prozedere wieder beginnt. Nur andersrum.

(RP)