Sektbar zum Lichterfest Museumsfest im Klever Kurhaus zum Jubiläum

Kleve · Kommenden Samstag feiert der Freundeskreis der Klever Museen bei freiem Eintritt das silberne Kurhaus-Jubiläum und das 35-jährige Bestehen des Vereins. Es gibt Führungen, Kaffee und Kuchen und am Abend zum Lichterfest eine Sektbar.

 Wilfried Röth, Valentina Vlasic, Helga Diekhöfer und Ulrike Sack (v.l.) zu Füßen der Göttin Minerva im Kurhaus.

Wilfried Röth, Valentina Vlasic, Helga Diekhöfer und Ulrike Sack (v.l.) zu Füßen der Göttin Minerva im Kurhaus.

Foto: Matthias Grass

Das städtische Museum im Kurhaus feiert silbernes Jubiläum: 25 Jahre residiert das Haus im alten Kurhotel mit Wandelhalle. 1997 waren die Räume mit einem Paukenschlag eröffnet worden, als die Sammlung Ackermans hier mit allem zu sehen war, was als Gegenwarts-Kunst bedeutend war. Nachdem die Sammlung Ackermans das Haus verlassen hatte, baute das Kurhaus die eigene Sammlung aus. Als 2006 das Stadtarchiv auszog, konnte das Museum um dessen Räume deutlich vergrößert werden, bekam das alte Beuys-Atelier und einen eigenen Saal für die Werke aus seiner Mittelalter-Sammlung – den Katharina von Kleve Saal. Am Freitagabend wird es den Festakt für offizielle Gäste geben mit Reden von Bürgermeister Wolfgang Gebing, Freundeskreisvorsitzender Wilfried Röth und Kurhaus-Direktor Harald Kunde.

Am Samstag, 10. September, folgt dann das Fest für alle Bürger der Stadt, das den ganzen Museumstag bei freiem Eintritt von 11 bis 17 Uhr dauern soll. Es ist das Fest für 25 Jahre Museum Kurhaus und 35 Jahre Freunde der Klever Museen. „Wir möchten wirklich alle, groß und klein, an diesem Tag einladen, sich das besondere Haus anzuschauen“, sagt Helga Diekhöfer vom Vorstand des Vereins. Diekhöfer hat zusammen mit Hubert Wanders maßgeblich das Programm mitgestaltet. Das Museum lädt dazu Kinder und Familien zu Workshops mit Monika Buchen und Alexandra Eerenstein ein: es soll ein „Fest der Farben“ und ein „Fest der Formen“ geboten werden (abwechselnd 11, 12, 13 und 14 Uhr). Zusätzlich führt um 14 Uhr Kuratorin Valentina Vlasic durch die aktuelle Ausstellung „Schatzhaus und Labor. 25 Jahre Museum Kurhaus Kleve“. „Wir öffnen alle Türen, auch der Innenhof ist geöffnet“, sagt Vlasic.

Als Geschenk für die Gäste hat der Verein auf Bewährtes zurückgegriffen. Die Minerva, die als Göttin der Künste über das Museum wacht und deren barocke Figur unter einer Glaskuppel in der Säulengalerie wie in einem Tempelchen steht, gibt es für jeden auf die Hand – als Gummi-Bärchen-Minerva. „Zur Eröffnung des Museum Kurhaus vor 25 Jahren entwickelte Katjes eine Minerva-Form – und die wurde jetzt wieder genutzt, sodass wir allen eine Minerva mitgeben können, solange der Vorrat reicht“, sagt die ehemalige Vorsitzende des Freundeskreises, Ulrike Sack. Natürlich werde „Minervchen“ schön in einem Tütchen verpackt und bekomme eine beschriftete Banderole, die an das Ereignis erinnere. Die Figur aus Fruchtgummi ist etwa einen Fingerlang groß.

Zwischen 12 und 16 Uhr bieten dann Mitglieder des Freundeskreises ihre ganz persönlichen Führungen durch das Haus, laden zum 30-minütigen Gespräch über die Kunst ein. So wird Sammler Werner Steinecke über die 25 Jahre Museum Kleve vor den 25 Jahren Kurhaus (12 Uhr) berichten, fragt HSRW-Präsident Oliver Locker-Grütjen, ob denn Wissenschaft und Kunst wirklich ein altes Liebespaar sind (12.30 Uhr), befasst sich Sigrun Hintzen von den Konzerten der Stadt Kleve mit dem Museum als Klangort, und die SkF-Geschäftsführerin Janneke Zoller greift die Mitte der 1980er Jahre von der Künstlergruppe „Guerilla Girls“ gestellte, bis heute aktuelle Frage auf, ob „Frauen nackt sein müssen, um ins Museum zu kommen“ (13.30 Uhr). Dazu gibt‘s auch Führungen zu Beuys (Frank Mehring) und zum Mittelalter (Matthias Grass) und ganz persönliche Betrachtungen zum Haus von Gabriela Walraven und Holger Jahns. Der Treffpunkt für alle Führungen ist im Kassenbereich. Den ganzen Tag über hat auch das Café Moritz geöffnet und bietet oben im gläsernen Rund und auf der Terrasse vor Ort gebackenen Kuchen, Kaffee und Drinks an.

Für das Abendprogramm ab 19 Uhr geht es dann vor die Tür des Hauses: Zum Sommerabschluss-Lichterfest baut der Freundeskreis eine Sektbar unter dem Balkon des Friedrich-Wilhelm-Bades auf: Der Erlös von den drei Euro, die ein Glas Sekt kostet, geht an die Museumspädagogik, verspricht Vorsitzender Wilfried Röth. 

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