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Museum Kurhaus Kleve: Via Lewandowsky installiert

Museum Kurhaus : Der „Geist“ der Klever Sammlung

Der zweite Teil der neu eingerichteten Sammlung des Museums Kurhaus mit Neuerwerbungen, Schenkungen und einem Vermächtnis ist fertig. Sonderplatz für das Stundenbuch der Katharina von Kleve.

Fünf Buchstaben verzauberten im vergangenen Jahr das Publikum im Museum Kurhaus Kleve. „Geist“ war dort in Großbuchstaben im dunklen Raum installiert und erfüllte das Museum mit seiner tiefroten Aura. Inzwischen gehört das Kunstwerk des Dresdner Künstlers zur Sammlung des Klever Museums - angekauft mit Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Förderstiftung Museum Kurhaus Kleve und des Freundeskreises. Jetzt hat Via Lewandowsky den „Geist“, der als Kunstwerk „Das Versprechen“ heißt, im neuen Innenhof des Museums installiert. Dort prangen die mannshohen Buchstaben von der grauen Betonwand, der Geist schwebt knapp über den Betonplatten, lässt der wand noch distanz nach oben und zeigt so jedem, der in den Hof kommt, seine Größe - und ist aus den umliegenden fenstern stets udn bestens zu sehen. Vor allem, wenn die Jahreszeit wieder dunker wird. Denn jetzt im grellen Sonnelicht brüllen die Buchstavben ihre Botschaft nicht in knalligem Rot hinaus sonden zeigen sich etwas verhaltener in einem Rosaton: Die Sonne überstrahlt die roten LED der Buchstaben, die ihre Farbe je nach Wolken oder intensität der Sonne sttes verändern.

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„Wir überlegen, ob wir die Lichtintensität noch verstärken sollen“, sagen Kunde und Lewandowsky - oder ob sie sie so belassen. Schließlich kommt bald die dunkle Jahreszeit. Bei der ursprünglichen Einrichtung der Arbeit hatte es Lewandowsky mit einem Schatten zu tun: Einst prangte hoch oben auf einem großen Plattenbau in der Dresdner City der DDR-typische Schriftzug „Der Sozialismus siegt“. Die Buchstaben wurden nach Wende entfernt und verschwanden. es blieb ein Schatten. Lewandowsky ließ das „siegt“ in siener scheinbar gebastelten aber dafür einmaligen Typografie rekonstruieren. Die neuen Investoren des Hauses wollten das aber nicht oben auf dem Haus sehen - und so standen die Buchstaben auf einem Gestell unten vor dem Haus. Später wurden sie in Kiel und anderen Häusern gezeigt, dann kamen sie, verändert zusammengestellt als „Geist“ nach Kleve. und werden hier wieder wie urpsünglich geplant, zur Kunst im Außenraum - auch wenn es der geschützte Hof des Museums ist. Dort sind sie auf Dauer installiert und stehen in einer Linie mit dem „Großen Geist“ aus Stahl von Schütte einen Hof weiter.

Lewandowskys „Das Versprechen“ steht jetzt zentral in der neuen Einrichtung, die am Samstag, 7. Juli, 19.30 Uhr eröffnet wird und aus fünf „Kernen“ besteht: Vom Stundenbuch der Katharina von Kleve wurde dem Museum Kurhaus eines von 1000 Faksimilies (das sind hochwertige, sehr teure Kopien, die dem Original eins zu eins gleichen) geschenkt. Schließlich sollte wenigsten die Kopie in der Stadt angekommen sein, deren Namen die Herzogin einst trug. Zu diesem Faksimile hat die Bibliothek in New York dem Museum 22 digitalisierte Seiten zur Verfügung gestellt die jetzt unter dem aufgeklappten Stundenbuch in einem von der Stadt Kleve gesponserten Tablet-Computer abgerufen erden können.

Dann sind die Skulpturen des aus Kellen stammenden und in Grasse lebenden Bildhauers Pierre Theunissen zu sehen, werden die neu zu erwerbenden Bilder von Pia Fries vorgestellt und kann der Besucher sehen, wie Horst Keining auf diversen Blättern den Raum eines Blattes und seine Gewichtung durchbuchstabiert. (Berichte zu Theunissen, Fries und Keining folgen).