1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Kultur

Mini-Art mit teils neuen Inszenierungen und Programm für Schulen.

Theater in Bedburg-Hau : Schwerer Start von mini-art in Zeiten von Corona

Mini-art inszeniert „Ännes letzte Reise“ und im Februar „Der kleine Prinz“ auch für Schulen. Es können wegen Corona nur wenige Zuschauer ins Theater, ein wirtschaftliches Problem.

Mit ihrem neuen Stück zu Antoine de Saint-Exupérys „Der Kleine Prinz“ wird sich das Bedburg-Hauer Theater mini-art bei den Wettbewerben des Festivals  Westwind und Spielarten bewerben. „Die Sichtungs-Jurys sind unterwegs“, sagt Chrischa Ohler. Es ist eine stille wie eindringliche Ein-Personen-Adaption des Stoffs, die Sjef van der Linden, Crischa Ohler und ihr Regisseur Rinus Knobel aus dem schmalen Buch-Klassiker gemacht haben. Und mit dem bereits preisgekrönten Stück über die Vernichtung psychisch kranker und geistig behinderter Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus „Ännes Reise“ werden sie am Holocaust-Gedenktag zeigen, dass nationalsozialistische Gräueltaten nie in Vergessenheit geraten dürfen. Auch das gehört zur Tradition des kleinen aber immer wieder ausgezeichneten Theaters: Es scheint also seinen guten Gang zu gehen.

Und doch ist tatsächlich in Zeiten von Corona alles anders: „Das Interesse vor allem bei Schulen an diesen Stücken ist ungebrochen – aber die Angst vor Corona verunsichert alle“, sagt Crischa Ohler. Es kommen Anmeldungen zu „Ännes Reise“ – und dann wieder Abmeldungen: weil die Furcht vor einer möglichen Ansteckung groß zu sein scheint. Das gleiche gilt auch für andere Angebote des keinen Theaters. Dabei schafft es mini-art wie beispielsweise  mit  „Ännes Reise“ immer wieder, eine direkte, persönliche Betroffenheit bei Schülern zu schaffen, die so genannte „Rampe“ zwischen Bühne und  Besuchern vergessen zu machen. Diese Betroffenheit über das Schicksal der Änne in den Saal zu tragen – oder die Freude über des kleinen Prinzen Geist. Allein: Wenn der Saal leer ist, nutzt das nichts. „Wir müssten auch in Zeiten von Corona sehen, dass wir die Erinnerung wach halten, sie nutzen, um daraus eine Zukunft gestalten zu können. Was ja eine Stärke des Theaters ist“, sagt Ohler. Um der Angst vor Corona gerecht zu werden, haben die Theatermacher in Bedburg-Hau stark reduziert: Pro Stück sind 25 bis 30 Personen zugelassen. Das ist im Grunde Klassenstärke. Es gilt 2G in dem Saal, der so nur zu einem Drittel besetzt ist und große Abstände bietet. Die Schüler sind sowieso getestet, alle sind geimpft.

  • Die nächste Impfkampagne im Kreis Kleve
    Aktuelles zur Pandemie : Das müssen Sie zu Corona im Kreis Kleve wissen
  • Die Polizei ist für die Kontrolle
    Ordnungsämter im Gelderland zuständig : Maskenpflicht: Stichproben bei Corona-Treffen
  • Das Gelände auf dem die Autos
    Neues Angebot in Mönchengladbach : So klappt die Corona-Impfung im Vorbeifahren

„Ännes letzte Reise“ kommt am Mittwoch, 26. Januar, um 10 Uhr und am Donnerstag, 27. Januar, um 10.30 Uhr im Anschluss an die Gedenkfeier in der LVR-Klinik  auf die Bühne. Weitere Aufführungen folgen am Freitag,  28. Januar, um 10 Uhr und am Samstag, 29. Januar, um 19 Uhr. Im Februar folgt dann „Der kleine Prinz“:  Donnerstag, 3. und Freitag, 4. Februar, jeweils um 10 Uhr, Samstag, 5. Februar, um 18  und Sonntag, 6. Februar,  um 16 Uhr.

Eintritt: Erwachsene 9 Euro,  Kinder, Jugendliche 6 Euro,  bei Schulvorstellungen 5 Euro pro Person.