Kreis Klever Kulturtage am 18. und 19. Mai

Kreis Klever Kulturtage : 130 mal Kultur im Kreis Kleve

Für Augen und Ohren: Mit 130 Veranstaltungen an 30 Orten zeigen Musiker, Künstler und Schauspieler die vielfältige Kultur im Kreis.

Alles da: Museen, Theater, kleine und große Kunst, Bilder, Gemälde, Installationen, Kammerkonzerte und Sinfoniekonzerte, Gartenkunst und Marionetten. Und nicht zuletzt flotte Rhythmen im biedermeierlichen Stadtpark des Malerfürsten. Der, Barend Cornelis Koekkoek, steigt höchstselbst aus dem Olymp herab und begrüßt die Kulturreisenden aus dem Kreis Kleve. Er möchte seine Gäste persönlich begrüßen.

Nun ja, Koekkoek ist seit 1862 tot, lebt aber in seinen romantischen Landschaftsgemälden fort. Als Marionette ist er noch da, der Herr Maler. Und als solche in diesem Jahr zusammen mit dem TIK Figurentheater Emmerich und dessen Bremer Stadtmusikanten am Samstag, 18. Mai, von 11 bis 17 Uhr im Garten seines Palais, der an diesem Tag geöffnet sein wird und in dem auch die VHS Blues-Band am Sonntag spielen wird. So wie Musiker der Kreismusikschule an diversen Orten aufspielen werden.

B.C.Koekkoek möchte seine Gäste im Stadtpalais begrüßen (oben). Landrat Wolfgang Spreen, Veronika Hebben, Werner Steinecke, Ursula Geisselbrecht-Capecki und Kreissprecherin Ruth Keuken laden ein (von links). Foto: Matthias Grass

Ursula Geisselbrecht-Capecki, künstlerische Leiterin des Hauses Koekkoek, stellte jetzt zusammen mit Veronika Hebben, der Leiterin des Niederrheinischen Museums für Volkskunde in Kevelaer und Werner Steinecke, Vorsitzender des Kunstvereins Haus im Park in Emmerich, stellvertretend für alle anderen das Programm der Kreis Klever Kulturtage vor. Jene Tage, an denen alles da ist: Museen, Theater, kleine und große Kunst, Bilder, Gemälde, Installationen, Kammerkonzerte und Sinfoniekonzerte, Gartenkunst und Marionetten. 130 Veranstaltungen an 30 Orten in 16 Kommunen an zwei Tagen, mit der langen Nacht der Kultur am Samstag, 18 Mai, und Sonntag 19. Mai. bei freiem Eintritt. Andere schaffen weniger in der Zeit. Der Kreis Kleve muss sich in Sachen Kultur nicht verstecken.

Veronika Hebben vom Kevelaerer Museum freut sich schon, die „Kulturpilger“ in der Pilgerstadt Kevelaer begrüßen zu dürfen. Denn ihr Museum für Volkskunde in der Wallfahrtstadt beschäftigt sich nicht nur mit „Stummels Erbe“, jenem Friedrich Stummel, der zu den Nazarenern der Düsseldorfer Malerschule zählt und vor allem für seine Kirchen- und Historienbilder am Niederrhein bekannt ist. Die Gäste sind auch ins historische Klassenzimmer eingeladen, in dem man auch noch Süterlin lernen kann, jene seismografische Schrift der 1920er Jahre.

Landrat Wolfgang Spreen lädt zur 21. kulturellen Rundreise durch den Kreis Kleve ein. Er sei jedes Jahr aufs neue überrascht, wie viele kulturelle Ereignisse an den beiden Tagen von den Mitarbeitern der Museen, Kunstvereine und Theater auf die Beine gestellt werden. „Ich möchte mich schon jetzt bei allen Mitarbeitern und ihren Häusern bedanken“, sagte ein angesichts des wieder fülligen Angebotes sichtlich zufriedener Landrat. Er werde wie alle Besucher auch eine Auswahl treffen: Iin diesem Jahr besucht Spreen Haus Koekkoek, das Museum Kevelaer und nicht zuletzt das Haus im Park in Emmerich. Das wird, versprach Werner Steinecke, in einer nächtlichen Aktion erstrahlen und selbst zum Kunstwerk werden. Und es präsentiert die Ausstellung mit Tellern der Künstlerin Maren Rombold.

In Bedburg-Hau ist Museum Schloss Moyland mit von der Partie, es gibt Führungen zu Beuys, Park und Hortensien und einen Bau-Workshop mit Garvin Dickhof von 14 bis 17 Uhr (Anm. bis 12. Mai, 02824 9510-61). Das Theater mini-art zeigt am Samstag, 18 Uhr, das Stück „Die Taschen voll Brot“. Neben dem Haus im Park lädt das PAN-Kunstforum an beiden Tagen ein und das Rheinmuseum erzählt von der Schifffahrt. In Geldern sind die Freizeit-Künstler Geldern und die Künstler vom KUHnst-Turm-Niederrhein dabei. Das Museum Goch und Martin Lersch mit Gesine van der Grinten im Bahnhof Goch begrüßen ebenso wie die Herrlichkeitsmühle und das His-Törchen in Issum die Pilger der Kultur. In Kalkar haben das städtische Museum und das Stiftsmuseum in Wissel geöffnet. In Kranenburg lädt die Alte Schule Mehr zur Musik ein und das Museum Katharinenhof öfgnet seine Pforten ebenso wie das Koenrad Bosman Museum in Rees. Die Hohe Mühle in Uedem bietet die Schüsterkes-Ausstellung und das Naturparkzentrum „Haus Püllen“ in Wachtendonk wartet mit einem ganzen Reigen von Veranstaltungen. In Kevelaer-Wetten ist „Haus Te Gesselen“ offen und in Weeze das Royal Air Force Museum.

Das Gros bietet die Kreisstadt Kleve. Vorneweg das Museum Kurhaus mit Café und Führungen zur laufenden Ausstellung. Das Forum Arenacum in Rindern lockt die Gäste in die Römerzeit, der Kunstverein projektraum-bahnhof25 eröffnet eine neue Ausstellung, und das Klever Schuhmuseum erzählt die Geschichte der Schuster in der Stadt. Das Atelier im Garten an der Frankenstraße wartet ebenso wie das geologische Museum in der Schwanenburg auf Gäste. Das Theater im Fluss schließlich lädt ein zum Blick ins Quartier.

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