Kreis Kleve Landrat Spreen bei Kulturtagen

Kreis Klever Kulturtage : Ehrenamtler begeistern sich für die Kultur

Landrat Spreen im Gespräch über die Kreis Klever Kulturtage

Landrat Wolfgang Spreen verbindet seine Eindrücke von den Kreis Klever Kulturtagen mit einem eindringlichen Appell für Europa. Denn auf der einen Seite freute sich sich Spreen am Montag ungemein über die kulturelle Vielfalt, die sein Kreis an den Tagen geboten hat und zeigte sich zugleich nachdenklich im Rückblick auf das Europa des 19. Jahrhunderts mit Blick auf das Hier und Jetzt. Die Ausstellung „Maler von Krieg und Frieden“ im Klever B.C. Koekkoek-Haus habe ihm eindringlich gezeigt, wie nicht nur Nationalstaaten noch vor gut 100 Jahren mit dem Säbel rasselten, wie das Soldatenleben glorifiziert wurde, damit junge Menschen für ihre Nation in Krieg und Tod ziehen. Ausgangspunkt der Betrachtung war Haus Koekkoek in Kleve, das derzeit in einer großen Werkschau die Malerei von Hermanus Willem Koekkoek, dem Militärmaler der Familie, zeigt. „Die EU sichert den Frieden schon zwei Generationen lang“, sagt Spreen zur Ausstellung im Haus Koekkoek. Wie fragil hingegen dieser Friede im 19. Jahrhundert war, zeige die Ausstellung. Auch an den jetzt anstehenden Technologiewandel erinnere das Schicksal Koekkoeks. Es zeige einen Maler, der das Militärische abgebildet habe und noch Zeit seines Lebens von der Fotografie eingeholt worden sei.

„Es war vor allem die Vielfalt, die große Bandbreite, die insgesamt überzeugt hat“, sagt Spreen. Und er denke an die Vielzahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter der verschiedenen Einrichtungen, die sich mit den jeweiligen Häusern identifizieren. Ihnen und allen festen Mitarbeitern gelte sein Dank für die Arbeit während der Kulturtage.

Bunt, vielfältig und beeindruckend haben sich die daran beteiligten 30 Einrichtungen im Kreis präsentiert. Das sei beim Haus im Park so gewesen, das mitten im Leben zwischen Spielplatz und flanierenden Menschen im Park liege. Das habe er beim Gespräch mit den Ehrenamtlichen aber auch im Haus Koekkoek erfahren, die sich ganz mit diesem Haus identifizieren und deren Begeisterung für ihre Sache erfrischend ansteckend sei, so der Landrat anerkennend über die Arbeit der Bürger für die Kultur vor Ort.

In Kevelaer habe er sich gefreut über die gut besuchte Eröffnung der Ausstellung „Stummels Erbe“. Museumsleiterin Veronika Hebben habe eine spannende Ausstellung eingerichtet – vor allem mit Blick auf die Entwicklung Kevelaers vor Stummels Arbeit.

Tatsächlich konnten die Kreis Klever Kulturtage wieder mit ihrer Bandbreite, die die Kultur im Kreis in ihrer ganzen Vielfalt präsentierte, überzeugen. Die Museen waren gut besucht, zwischen 200 und 300 Menschen kamen in die verschiedenen Häuser. Moyland-Sprecherin Sofia Tuchard meldete Montag sogar 900 Menschen, die während der Kulturtage ins Schloss und seinen Park gefunden hatten. Die Kreismusikschule freute sich über die teils bis zu 100 Besucher, die die manchmal kleinen und sehr feinen Konzerte besuchten.

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