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Kleve: Theater mit Ingolf Lück und Landestheater

Theater in Kleve : Zum Auftakt Ingolf Lück mit Abschied

Sechs Stücke stehen auf dem neuen Theaterprogramm der Stadt Kleve ab Herbst auf der Bühne der Stadthalle. Krimis und Komödien bilden den Schwerpunkt in der kommenden Saison, auch das NN-Theater ist wieder zu Gast.

Von dem Anspruch ein Theaterprogramm mit Anspruch auf die Klever Bühne zu bringen, haben sich der Fachbereich Kultur und das auf drei Mitglieder geschrumpfte Theatergremium verabschiedet. Sechs Stücke stehen im bekannten Mix aus Krimi und Komödie auf dem Programm, dazu ein Stück des NN-Theaters aus Köln, das in Kleve seit den Straßentheatern auf besonderen Plätzen bestens bekannt ist. Die Kölner kommen mit einer gewohnt freien Mischung aus Jules Verne und Shakerspeare als maritimen Abenteuerspektakel, das sich als apokalyptisches Ökomärchen entpuppt, wie NN-Theater sein Stück anpreist. Der Klassiker fehlt, auch wenn bei NN Shakespeare drauf steht. Bleiben noch Vicki Baums aus Film und Fernsehen bekannte Geschichten von den Menschen im Hotel, die das Landestheater Neuss mit Live-Musik neu interpretiert.

Zum Auftakt gibt es einen Abschied: „Das Abschiedsdinner“ heißt am Donnerstag, 27. September, 20 Uhr, die Komödie der Konzertdirektion Landgraf, mit Ingolf Lück, René Steinke (Alarm für Cobra 11, Die Eifelpraxis) und Saskia Valencia (Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Klinik unter Palmen) prominent besetzt. Es geht darum, beim Dinner Freunde los zu werden, ohne dass die das bemerken. Doch der geladene Freund riecht den Braten, es kommt zum eskalierenden Schlagabtausch und schließlich, es ist ja eine Komödie, führt eine Handvoll Erdnüsse zur Läuterung der Protagonisten. Ein Stück, das viel Spaß verspricht.

Das Landestheater Castrop-Rauxel bringt Denglers fünften Fall, das ebenfalls bereits verfilmte „Münchenkomplott“, auf die Bühne. Es geht um die Frage, ob das Attentat auf dem Oktoberfest in München 1980 wirklich nur einem Einzeltäter zuzuschreiben ist. Aktueller Hintergrund: 2014 nahm das Bundeskriminalamt (BKA) - bekanntlich ist der fiktive Dengler ja Ex-BKAler - aufgrund von Zeugenaussagen die Ermittlungen zum Fall wieder auf. Dengler ermittelt an einem Dienstag, 30. Oktober, 20 Uhr, in Kleve.

Wenn es einen politischen Krimi und eine Komödie gibt, gibt es auch eine „Krimikomödie“. Als solche firmiert im Theaterprogramm der Stadt der „Tatortreiniger“. Das ist im „echten“ Leben der herausragende Bjarne Mädel, in Kleve wird die erfolgreiche Fernsehserie vom Landestheater Castrop-Rauxel inszeniert. Ingrid Lausund wurde für ihre Drehbücher der Fernsehreihe „Der Tatortreiniger“ 2012 und 2013 ausgezeichnet, jetzt schrieb sie die Vorlage fürs Theater. Am Montag, 18. März, 20 Uhr.

Das Landestheater aus dem Ruhrgebiet macht auch den Abschluss der Saison. In der Komödie „Die Känguru-Chroniken“ zieht das pelzige Beuteltier aus Australien in die Zweizimmer-Wohnung von Marc-Uwe. Man räsonniert über das Hier und Jetzt, über rechts und links, den Vietcong und das Leben an sich. Das Landestheater aus Castrop-Rauxel verspricht einen liebevoll ironischen Abend. Dazwischen liegen das NN-Theater und die Menschen im Hotel.

Annette Wier, Leiterin des Fachbereichs Kultur, danke allen Beteiligten für die schönen Stücke im nächsten Programm. Man habe bewusst auf die leichte Muse gesetzt, weil einem ambitionierten Programm in Kleve die Zuschauer fehlen würden, erklärten Stephan Derks, ebenfalls Fachbereich Kultur, und Wier. Man wird sehen, ob die Stadt mit einem Programm wie in Emmerich und Goch (so Derks), mehr Besucher zieht.