1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve
  4. Kultur

Kleve: Meister Arnt für beste Ausstellung nominiert

Mittelalter in Köln : Mittelalter aus dem Klever Land begeistert Kritiker-Jury

Ausstellung mit den Mittelallterfiguren aus dem Klever Land „Arnt, der Bildschneider“ bekommt mehrere Nennungen als beste Ausstellung des Jahres

Gleich zwei Nennungen bekommt die Ausstellung „Arnt der Bildschneider – Meister der beseelten Skulptur“ im Kölner Schnütgen-Museum als beste Ausstellung des Jahres und landet damit auf Platz zwei hinter der „russische(n) Avatgarde – Original und Fälschung“ im Museum Ludwig, ebenfalls in Köln. Die unter anderem von Kleves ehemaligen Museumsdirektor Guido de Werd kuratierte Ausstellung über den Mann von Niederrhein, der die so lebendigen Figuren der Heiligen schnitt, war eben eine bemerkenswerte Schau. Bemerkenswert in der Inszenierung der mittelalterlichen Skulptur, die in der Präsentation Aug’-in-Aug’ mit dem Besucher ganz neue Perspektiven auf die mittelalterliche Werkstatt Arnts Ende des 15. Jahrhunderts eröffnete und über den Sommer sogar zu sehen war.

Der Kritikerpreis wird jährlich von der Zeitung „Welt am Sonntag“ vergeben, die dafür neun Rezensenten verschiedener Medien von Deutschlandfunk über Rheinische Post und Handelsblatt bis Welt am Sonntag befragt. Hier wurden einst auch Ausstellungen aus Kleve und Moyland gelistet, die aber beide dieses Jahr das Pech hatten, größtenteils den Corona-Beschränkungen zum Opfer zu fallen. Die Zitrone ging wegen der Corona-Beschränkungen für Museen an die Politik.

  • Volkshochschule einmal anders: Die VHS bietet
    Aktuelles Programm vorgestellt : Volkshochschule will nach dem Lockdown Lama-Touren in Kleve anbieten
  • Auf dem See an der Lise-Meitner-Straße
    Außergewöhnliches Bauprojekt : Wie die Stadt Kleve Wohnen auf dem Wasser möglich machen will
  • Über die Baulücke wird diskutiert.
    Kein Entgegenkommen für Investor : Klever Politik diskutiert über neues Haus an der Tiergartenstraße

Wichtig ist die Nennung der Ausstellung auch für die Klever Museen und die Kirchen des Niederrheins, aus denen die gezeigten Schätze größtenteils stammen, wie der Himmelfahrtschristus aus dem Kurhaus oder der zentral gezeigte Georgs-Altar aus der St.-Nicolai-Kirche Kalkar. Die Kritiker würdigen die Schau im Schnütgen-Museum als „glückliche Verbindung von Forschung und Anschaulichkeit“ und als „wunderschöne Ausstellung über einen interessanten Unbekannten des ausgehenden Mittelalters“. Arnt der Bildschneider dürfte für viele jetzt kein Unbekannter mehr sein – womit de Werds Plan, das niederreinische Mittelalter ins rechte Licht zu rücken, aufgegangen sein dürfte.