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Kleve: Konzert mit dogma chamber orchestra und Solistin Asya Fateyeva

Konzerte in Kleve wieder möglich : Es geht ein Ruck durch die Konzertbranche

Und es gibt doch ein Konzert: Das dogma chamber orchestra gastiert mit Saxofon-Solistin Asya Fateyeva in der Stadthalle. Allerdings mit Platzbeschränkungen. Deshalb bleiben Abos vorerst ausgesetzt, es gibt aber einen Nachlass für gelistete Abonnenten.

Ihr Wunsch hat sich erfüllt: Noch vor wenigen Wochen hatte Sigrun Hintzen von den Konzerten der Stadt zaghaft gehofft, das Konzert mit Saxophonistin Asya Fateyeva und dem dogma chamber orchestra in der Stadthalle auf die Bühne zu bringen. Jetzt steht der Termin: Die Saxofonistin von der Krim und das Orchester unter Leitung von Mikhail Gurewitsch sind das Reihenkonzert am Dienstag, 22. Juni, 20 Uhr.

„Es geht regelrecht ein Ruck durch die ganze Konzertbranche, da nun alles nach so langer Pause der Stille wieder hochgefahren werden kann. Für mich als Veranstalter: es tut einfach so gut und gibt neue Energie, wieder in den Normalbetrieb zu kommen: Pressetexte schreiben, Plakate verteilen, Blumen bestellen, Bühnenplan machen“, sprudelt Hintzen ihre Begeisterung heraus, dass die Corona-Beschränkungen so weit zurückgenommen sind, dass es wieder Klassik im Raum geben kann. Abonnenten hätten immer mal wieder geduldig nachgefragt, wie es weitergeht, auch hier sei nun die Freude groß, dass mal keine Absage sondern eine Ankündigung erfolgt, sagt Hintzen.

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Und doch, so ganz ohne Mühen geht es nicht – denn für das Konzert gilt: Besucher müssen ein negatives Testergebnis, vollständigen Impfschutz oder eine Genesung nachweisen. Registrierung für eine Rückverfolgbarkeit und Maskenpflicht gelten weiterhin. Für den Sitzplan ist Schachbrettbestuhlung vorgeschrieben.

Hintzen bereitet jetzt den neuen Saisonflyer vor, der wahrscheinlich zum Konzert fertig ist und von den Besuchern mitgenommen werden kann: „Als Appetitmacher für den Herbst“, sagt sie.  Zum Blick nach vorne gehöre natürlich die baldige Ankündigung der Konzerte für 21/22 mit den beiden Zusatzkonzerten aus dem Nachholfundus. Es gebe lediglich ein Konzert von März 2020, das das Klever Publikum nicht mehr hören wird. „Alle anderen Projekte sind neu eingeplant in der nächsten und der übernächsten Spielzeit“.

Aber: „Solange wir eine immer wieder auch an neue Regelungen anzupassende Corona-Bestuhlung in der Stadthalle mit anderen Reihen und Sitznummern haben und einen vergrößerten, da besser belüftbaren Saal in der Stadthalle bespielen, setzen wir die Abos vorübergehend aus. Es ist zu aufwändig, mit diesen immer wieder auf neue Vorgaben zu reagieren, Absagen, Verschiebungen, andere Aboplätze zu kommunizieren. Das ist nicht so flexibel zu händeln“, sagt sie. Dafür bekommen gelistete Abonnenten 15 Prozent Nachlass auf Einzelkarten. „Sobald wir wieder zum normalen Konzertsaal zurückkehren dürfen, werden die Abos fortgesetzt. Und wir hoffen natürlich, dass die Abonnenten uns in dieser unruhigen Phase treu bleiben“, sagt sie.

Und das erste Konzert?: Die auf der Krim geborene Solistin Asya Fateyeva verbindet russische Seele mit der klassischen Schule des französischen Saxophon-Spiels. Die Liste ihrer Auszeichnungen und Stipendien ist lang. Schon 17-jährig studierte sie in Köln bei Daniel Gauthier, dem Klever Publikum ist sie bekannt vom Alliage Quintett. Seit 2014 unterrichtet sie selbst Saxophon an der Musikhochschule Münster.

Das dogma chamber orchestra kommt erneut aus dem Detmolder Raum nach Kleve und stehe für pure Energie auf dem Podium, sagt Hintzen. Unter der Leitung von Mikhail Gurewitsch vereine es solistische Impulse der Persönlichkeiten seiner Mitglieder mit bedingungslosem Ensemble-Geist und verstehe das Konzertgeschehen als Dialog mit dem Publikum.

Gemeinsam legen Orchester und Solistin in diesem Konzert einen Klang-Mantel aus Werken von Alessandro Marcello, Antonio Vivaldi und Domenico Cimarosa an. Die Konzerte von Marcello und Cimarosa wurden ursprünglich für Oboe komponiert, zur ihrer Entstehungszeit gab es das Saxophon noch nicht.

Vivaldis Concerto d-moll op. 3 aus „L’Estro Armonico“ und Mendelssohns Streichersinfonie Nr. 2 sind die Orchesterstücke des Konzertabends, bevor Orchesterleiter Mikhail Gurewitsch mit „Songs for Strings“ aus eigener Feder zusätzliche Klangfarben beisteuert. „Jedem Werk - ob alt oder neu – öffnen Solistin und Kammerorchester die Knöpfe, um den Gehalt der Musik in einer Interpretation aus heutigem Blickwinkel freizulegen“, sagt Hintzen.

Konzertkarten (18 Euro/Schüler und Studenten: 9 Euro): kleve.reservix.de, Reservix-VVK-Stellen, Rathaus-Info (Tel. 02821 84450). Einlass: 19 Uhr, das Konzert dauert circa 80 Minuten ohne Pause. Aufgrund der Corona-Vorschriften gibt es weiterhin keine Konzerteinführung und keine Bewirtung. Besucher werden beim Kartenkauf zur Rückverfolgung ihrer Sitzplätze registriert. Jeder muss einen negativen Coronatest, Imfpschutz oder eine Genesung nachweisen. Um Einhaltung der Abstands- und Hygiene-Regeln wird gebeten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist verpflichtend.