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Kleve: Hans Linnartz von Landrat ausgezeichnet ein Porträt

Porträt Hanns Linnartz : Der Glaube an die Kraft der Musik

Der in Kleve lebende Niederländer Hans Linnartz wurde ausgezeichnet.

Hans Linnartz (als gebürtiger Niederländer seit 2007 in Kleve beheimatet) hat die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Bei der Übergabezeremonie auf der Wasserburg Rindern lobten Festredner Kurt Kreiten, Landrat Wolfgang Spreen, Prof. Christof Braun und Thomas Dieckmann seine überragende musikalische Expertise, seinen unermüdlichen Einsatz für das grenzüberschreitende Kulturleben und die Kulturpflege sowie für die Förderung junger Talente. Nicht zuletzt für sein hohes Engagement als Dozent und Leiter diverser Institute und Ensembles wurde als sichtbares Zeichen der Anerkennung die Medaille ans Revers geheftet.

Auch wenn Hans Linnartz in seiner bescheiden-charmanten Art darauf verwies, diese Auszeichnung als „pars pro toto“ für die Gruppe aller, mit denen er Musik schafft und erlebt, entgegenzunehmen, sucht sein persönlicher Einsatz seinesgleichen. Seine fundierte Ausbildung und führenden Lehrtätigkeiten in Philosophie, Musikwissenschaft und Musikpädagogik, im Bereich der Alten Musik und als Blockflötist sprechen ohnehin für sich; selbst bis ins niederländische Königshaus reichen seine Verdienste.

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Doch es ist der Mensch Hans Linnartz mit seinem reichen und lebendigen Schatz an Erfahrung und Wissen, den es daneben besonders zu erwähnen gilt. Er ist in der Lage, seinen Glauben an die Kraft der Musik mit Freude an all jene weiterzugeben, die ihm begegnen und die mit ihm und für ihn musizieren. Wenn er die Hände als Dirigent hebt (einen Taktstock benutzt er nicht), sammeln alle Beteiligten ihrerseits Konzentration und Können, um das bestmögliche musikalische Ergebnis gemeinsam zu erbringen. Wenn Hans Linnartz im Raum ist, dann stimmt die Atmosphäre darin. Ganz nach dem Sinn, den er selbst formulierte: „Es gibt niemals zu viel Musik, und es gibt nie zu viel Freundschaft“, ist „sein“ Bach Collegium Rhenanum nicht nur ein Projekt von professionellen Musikern und engagierten musikalischen Laien, sondern auch ein Projekt von musikalischen Freunden. Linnartz freut sich, diesen „fruchtbaren Boden“ in Kleve und Umgebung vorzufinden, mit dem „Gefühl, an genau der richtigen Stelle“ zu sein, und sprach dafür seine Anerkennung an alle Beteiligten aus – speziell für den Moment an seine musikalischen Freunde, die an Cembalo, Gambe, Flöte und mit Gesang die Feststunde ausschmückten. Wie Braun formulierte: „Er widmet sich der Musik, und über die Musik widmet er sich uns.“ Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Hans Linnartz durch seine Kontakte zu namhaften Künstlern ein geradezu familiäres Zusammentreffen mit eben jenen ermöglicht. Für ihn zählen – verwoben mit der Musik – immer der Mensch und sein reiches, komplexes „Innenleben“, der Sinn, das musikalische Idiom, die Epoche, die Kommunikation und die Freude an all dem. Wer den Geehrten kennt, nimmt aus den Gesprächen mit ihm etwas Bereicherndes mit – und so ist im Kontakt mit Hans Linnartz Musik immer eine besondere Herzensangelegenheit.