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Kleve: Cinque-Sommernacht soll endlich starten​

Auf der Wiese im Forstgarten : Cinque-Sommernacht soll endlich starten

2500 Gäste erwartet der Kleinkunstverein Cinque auf der Wiese am alten Schützenhaus in Kleve hinter dem Tiergarten im August. Jetzt stellte der Verein das Programm des Abends vor.

Immer wieder verschoben und gehofft und nochmals verschoben: Die Cinque-Sommernacht als das größte Kleinkunst-Open-Air-Event war eines der prominenten „Kulturopfer“ der Corona-Krise. Geblieben sind über die Jahre 1000 verkaufte Karten, die ihre Gültigkeit behalten haben. Dazu sind inzwischen nochmals 1000 verkaufte Karten gekommen, so dass das Cinque-Team jetzt mit mindestens 2000 Gästen rechnen kann. Und es sollen natürlich wieder mehr werden: 2500 Gäste war immer die magische Zahl, damit es „ausverkauft“ hieß.

Verfehlt hat der Klever Kleinkunstverein um seinen Vorsitzenden, den Klever Kulturmanager Bruno Schmitz, die Marke nie. Das soll auch am Samstag, 20. August, 20 Uhr, wieder so sein, wenn das „größte Kleinkunst-Open-Air am Unteren Niederrhein“ (so Schmitz) endlich über die Bühne gehen kann. Dann werden 300  Biertische mit 600 Bänken aufgestellt auf der Wiese hinterm Kriegerdenkmal, das einst mitten auf dem Vorplatz des abgerissenen Schützenhauses stand.  Bruno Schmitz ist sicher: „Die Leute wollen feiern, sie wollen endlich wieder raus – und wir wollen ihnen etwas bieten. Karabett-Acts, gute Musik, einen tollen Moderator und Top-Acts“, sagt er. Zu den „Top-Acts“, wie Schmitz die von ihm ausgesuchten Kabarettisten und Kleinkünstler neudeutsch bezeichnet, gehört auch Sting. Natürlich nicht einfach Sting, Sondern Kai-Magnus Sting, der Geschichten aus dem Ruhrpott an den Niederrhein bringt. „Hömma, wie isset denn?“, leitet der Mann aus dem Pott seine Geschichten von Tante Ingeborg und der Odyssee auf der A40, ein.

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Und aus dem Hart-an-der-Grenze-Sacklager mit Kabarett kennt Schmitz die Truppe mit dem komischen Namen: „Reis against the Spülmaschine“ nennt die sich, die auch gerne als „die fitteste Band der Welt“ firmiert. Es ist ein Musik-Comedy-Duo, das schon etliche regionale Songslams gewonnen hat und von Mozaert bis Mike Forster, von Simon & Garfunkel bis zu den Beasty Boys musikalisch verballhornt alles drauf hat, verspricht Schmitz.

Geklammert werden die Auftritte von Moderator Ludger Kazmierczak, der als Lokalmatador auch den einen oder anderen Wink gen Klever Geschehnisse oder Niederländer im Gepäck dabei hat. Fehlen darf bei einer richtigen Cinque-Sommernacht natürlich nicht „Köbes Underground“, die Band der Stunksitzung. Die spielt nämlich dann auch noch, wenn der „offizielle“ Teil vorbei und schwofen angesagt ist: Frei nach dem Kölner Motto „dans Mariechen, dans“. Dazu hat Cinque dann auch einen richtigen Tanzboden aufgebaut. Aus Holz. Der wird dann frei geräumt und los geht‘s.

 Zuvor durfte man aber noch einen internationalen Gast anhören, den Cinque aus Kopenhagen einfliegen lässt: „The Fluteman“ ist mit Musik-Comedy nonverbal bestens auf der Klever Bühne aufgehoben. Und damit man die Feinheiten der Gäste und ihrer Kunst wie beim Fluteman und seinen etlichen Flöten, die er teils gleichzeitig bedient, erkennen kann, wird alles auf einer großen LED-Wand übertragen.

Außerdem versperechen Schmitz und das Cinque-Team  so vorzusorgen, dass es dieses Mal auch nach 22 Uhr noch etwas zu essen gibt. Dazu haben sie ein beachtliches Catering für die Gäste der Sommernacht aufgefahren: Barbara Jacobs kommt mit ihren Fingerfood, Franz Vierboom ist mit biologischem Mahl ebenso dabei und der Klever Metzger Terhoeven bietet die unverzichtabren Würstchen.  Es kommt ein Nudelwagen und, von der Hoffnung getrieben,  die Sommernacht hat mal gutes Wetter, ein Eiswagen. Das Ganze als klassische Stände oder auch im Truck.

Wer‘s gerne alkohlisch hat: Eine Cocktailbar ist auch da. Nicht zu vergessen Bier (also Pils, so das Cinque-Team) und Wein. Dabei die letzteren beiden auch fließen, haben die Organisatoren 35 Leute engagiert, die die Getränke zu den Plätzen bringen, es gibt drei Bierstände. Am Eingang sollte man Biermarken kaufen, sagt Schmitz. Eigene Getränke mitbringen? „Geht nicht“, sagen alle unisono. Denn der Verein muss die Kosten für die große Veranstaltung stemmen: 100.000 Euro stehen auf der Sollseite. Die müssen rein kommen. Und wenn‘s ein Plus gibt, dann geht das in die Vereinskase für weitere Veranstaltungen des Kleinkunstvereins. Zwar untersützt die Stadt die Veranstaltungen, aber: „Sponsoren sind gerne gesehen“, heißt es ebenso unisono. Und noch etwas: Es gibt keine Platzreserviereung. Also früh kommen. Schmitz verspricht deshalb, dass alle, die Schlange stehen müssen, gut versorgt werden.