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Kalkar Alexandra Bottenbruch zeigt in Galerie Studio 202 Fotografien von Lisa Schröck

Galerie Studio 202 : Porträts im strengen Schwarz-Weiß

Die Galerie am Markt heißt jetzt Studio 202 und zeigt Fotografie von Lisa Schröck. Alexandra Bottenbruch hat die Galerie am Markt von ihrem Vater übernommen.

Porträts, die durchdringend oder verträumt von den Bildern blicken, beschämt zur Seite schauen, die verwischt und übermalt sind. Hier und da tauchen sie auch ab oder aber der Kopf ist in Klarsichtfolie verpackt, manchmal bis zur Unkenntlich mit Farbe besprüht voller glänzender Glitterstückchen. Alle Porträts sind schwarz-weiß, vergleichsweise streng geradezu klassisch aufgebaut und auf das Gesicht konzentriert. Manchmal schauen die Augen aus den Bildern von Lisa Schröck den Betrachter auch direkt an. Es sind Schwarz-Weiß-Fotografien, in kleinen Auflagen zwischen ein bis acht Bilder pro Motiv teils groß aufgezogen auf fast eineinhalb Meter Länge, andere wiederum im normalen Format gedruckt. Streng und klar wie die Bilder ist auch die Präsentation in der kleinen Galerie im Stufengiebelhaus am Kalkarer Markt.

Es scheinen immer andere Mädels zu sein und doch ist es stets das selbe Model, das die in Köln lebende Fotografin und Kommunikationsdesignerin Lisa Schröck regelrecht durchdekliniert: Sie zieht ihrem Model Paula Wessel Strümpfe über das Gesicht, lässt Honig über den Kopf des Models laufen oder malt es an. So ist es zwar stets Dieselbe, die fotgrafiert wird, doch schaut immer eine verwandelte Andere aus dem Bild heraus. „Polarität“ nennt die 25-Jährige Fotografin die Serie der Bilder, die sie vor einiger Zeit begonnen hat und die auch über die Ausstellung weitergeführt werden soll. „Diese Inszenierung spiegelt eine besondere Art von Vielschichtigkeit wider, mit einem ,sich neu erfinden’“, erklärt Alexandra Bottenbruch, die jetzt die Galerie am Markt von ihrem Vater Hans  Hermann Bottenbruch übernommen hat. Schröck habe in Kamp-Lintfort an der Hochschule Rhein-Waal Kommunkationsdesign studiert und schon früh die Fotografie entdeckt.

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Die Ausstellung wird am heutigen Samstag, 27. Juni, 17 Uhr unter Corona-Bedingungen eröffnet. Es dürfen maximal 40 Menschen hinein und man muss sich registrieren lassen. Zu sehen ist „Polarität. Lisa Schröck“ bis 23. August.