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Internationaler Musiksommer in Kleve

Musiksommer Campus Cleve : Musiksommer mit 20 Konzerten in 14 Tagen

Der Internationale Musiksommer Campus Cleve gehört fest zum Klever Sommer-Kultur-Programm.

Dr. Kurt Kreiten von der Wasserburg Rindern berichtet, er sei stolz und froh, dieses Jahr vom 22. Juli bis zum 5. August bereits den 11. Musiksommer für begabte Pianisten ausrichten zu können, bei dem 35 (Jung-)Studenten auf der Wasserburg leben und lernen werden: „Da kommt eine besondere Atmosphäre ins Haus, die zum Kultursommer insgesamt als Markenzeichen der Wasserburg passt.“

Der Musiksommer gliedert sich in den Heinrich-Neuhaus-Meisterkurs für Klavier – den Unterrichtsteil – und das Euregio Rhein-Waal Studentenmusikfestival – den Konzertteil. Das Eröffnungskonzert findet am 23. Juli, 19 Uhr, in der Stadthalle Kleve (nicht wie vormals im Audimax der Hochschule) statt, die sich akustisch, musikalisch und ästhetisch hierfür anbietet. Und auch in diesem Jahr wartet das Team wieder mit Rekordzahlen auf: Prof. Boguslaw Strobel berichtet, dass in den 14 Tagen 120 Konzerte geplant sind und insgesamt 180 Unterrichtsstunden gegeben werden. Die Dozenten sind Prof. Barbara Szczepanska (Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf), Prof. Frank Peters (Niederlande), Prof. Georg Friedrich Schenck (ebenfalls Düsseldorf), Prof. Strobel selbst - auch für den kammermusikalischen Teil – und seine Frau Kristien Roels, die renommierte belgische Violinistin.

Die Jungstudenten der ersten Woche erhalten vier Stunden Unterricht, die Studenten der zweiten Woche sechs, und abends geben alle Konzerte: Täglich in der Hauskapelle der Wasserburg Rindern (am 28. Juli und 4. August mit Vergabe der Diplome) und weiterhin an vielen Orten der Region Rhein-Waal von Emmerich, Issum, Kalkar bis Doesburg, Doetinchem und Nimwegen. Der jüngste Teilnehmer dieses Jahr ist Philip Hahn, gerade einmal acht Jahre und schon „voll im Business“: Er hat schon vierhändig mit Lang Lang gespielt und kann Talkshow-Erfahrung vorweisen; ein besonderes Talent, das man wohl zu recht „Wunderkind“ nennen darf.

Das kammermusikalische Angebot des Meisterkurses ist kein Pflichtprogramm für die Teilnehmer, wird aber gut angenommen. Die Firma Kawai wird wieder sechs Übungsflügel und acht Klaviere sowie einen Konzertflügel zur Verfügung stellen, und die Übungsräume liegen gewohnt in der nahe gelegenen Gesamtschule am Forstgarten. Die Logistik der vier Instrumente, die teilweise zu den Konzertorten gebracht werden müssen und „wandern“, übernimmt Klavierbaumeister Georg Neinhuis, ein verlässlicher Garant für die perfekte Abwicklung.

Arno Zaart, Koordinator für den niederländischen Teil, freut sich, dass das Kasteel Doornenburg als Veranstaltungsort hinzugekommen ist – und extra für diesen Anlass einen Konzertflügel angeschafft und restauriert hat.

Unter anderem dienen die Spenden bei den eintrittsfreien Konzerten den Studenten zur Refinanzierung der Kursgebühren; ein Konzept, das bislang gut aufgeht. Die Broschüre gibt über alle Konzertorte Orte Auskunft, auch die Webseite www.musiksommer-cleve.eu bietet alle Informationen auf einen Blick.