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Goch: Dino mit Zahnlücke von Nicole Peters für den Hunsrück

Goch : Ein Dino mit Zahnlücke

Die Gocher Künstlerin Nicole Peters gewinnt Wettbewerb „Kunst am Bau“ in Rheinland-Pfalz. Ein Dinosaurier und eine Schildkröte reisen bald von Goch in den Süden.

Der Dino mit dem bunten Muster auf seinem Rücken und sein Kumpel, die kleine Schildkröte, die kurze Zeit vor dem Atelier von Künstlerin Nicole Peters auf den Kiesgarten aufpassten, werden künftig im Hunsrück wohnen. Denn die beiden Plastiken sind das Ergebnis eines „Kunst-am-Bau-Wettbewerbs“ für eine Grundschule im dortigen Kirchberg. Ein halbes Dutzend Künstler war eingeladen, Entwürfe für eine bespielbare Skulptur einzureichen.

„Natürlich habe ich vorher die Kinder befragt und ihre Ideen eingebunden“, sagt Nicole Peters. Solche Arbeiten entwickele sie grundsätzlich mit den beteiligten Schülern. Doch weil Corona-Zeiten sind, ging das nur per Post. „Ich habe einen Brief an die Kinder geschickt und gefragt, welches Tier denn auf ihrem Schulhof wohnen soll“, sagt sie. Zurück sei ein ganzes Paket von Briefen gekommen.

Denn die Jungen und Mädchen hatten ziemlich klare Vorstellungen: Die Tiere sollten bunt sein, große Augen haben und man soll auf ihnen rutschen und klettern können, man solle sich darauf ausruhen können. Bei den Vorschlägen, welche Tiere es sein sollten, gab’s verschiedene Vorschlage mit einer Präferenz: Die meisten wollten einen Dino, einige Einhörner, Schildkröte und Hunde. Also modellierte Nicole Peters Dino und Schuldkröte im Handteller großen Kleinformat und setzte sie gegeneinander, so, wie sie auch auf dem Schulhof zu stehen kommen sollen. Peters gewann den Wettbewerb.

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Dann wurde das Gestell für die Figuren gebaut, die Armierung und der Spezialbeton kamen darüber, es gab ein schickes Mosaik aus vielen Fliesenscherben. „Das sind sehr stabile Schwimmbadfliesen“, sagt Peters. Diese Fliesen werden zerschlagen und die Scherben müssen dann zehn Minuten in den Betonmixer. Sie seien dann so glatt, dass man sich daran nicht verletzen könne, sagt Peters. Und sie fühlen sich gut an, wenn man darüber streicht oder wenn später die Kinder darüber hinweg toben. Die Fläche des Schulhofs, auf der die Tiere stehen, bekommt als Untergrund eine Art Holzmulch, damit die Kinder sich beim Toben nicht verletzen.

„Ich bin gespannt, wie die Schüler damit spielen, welche Geschichte die Kinder daraus machen“, sagt Peters. Geschichten dazu bieten sich an - denn der kleine Dino ist im Zahnwechsel und hat eine Lücke in seinem Gebiss, erzählt Nicole Peters.