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Freunde der Klever Museen planen großes Jubiläumsfest 2022

Größter Verein der Stadt : Freunde der Klever Museen planen großes Jubiläumsfest

Kleves größter Verein wirft einen Blick zurück und nach vorn: Trotz Corona konnten die Freunde der Klever Museen 2021 vieles voranbringen. Und 2022 steht das silberne Jubiläum der beiden Häuser auf dem Programm.

Sie freuen sich auf einen lauen Frühlingsabend. Oben auf der Terrasse vor Café Moritz im Kurhaus Kleve – wenn das Wetter es zulässt. Auf viele gute Gäste und eine Leichtigkeit, die vielleicht ein bisschen die derzeitige Corona-Pandemie etwas vergessen lässt angesichts dessen, was gefeiert werden soll: Das Jubiläum zum Einzug des städtischen Museums Kleve in das große Kurhaus, das dem alteingesessenen Museum vor 25 Jahren nicht nur einen neuen Namen sondern eine in Kunstkreisen bundesweiten Bekanntheitsgrad bescherte. Der Plan steht, das Datum für das Frühlingsfest der Klever Museumsfreunde muss noch gefunden werden, sagt Wilfried Röth, Vorsitzender des größten Klever Vereins.

Röth und seine Stellvertreterin Jutta Tönnissen haben dabei ein Doppeljubiläum im Blick. Im selben Jahr wurde nämlich auch die Stiftung B.C. Koekkoek-Haus ins Leben gerufen. Und die Freunde und Förderer der Klever Museen  sind mit ihren immer noch fast 1600 Mitgliedern der Verein, der sich um beide Häuser kümmert, sie fördert und unterstützt. Finanziell und ideell und vor allem mit nötigen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass man die geplante Jubiläumsausstellung unterstützen werde, sagt Jutta Tönnissen mit einem Lächeln. Schließlich unterstütze der Verein alle Ausstellungen irgendwie, die die beiden Museen organisieren. Man sei derzeit in Gesprächen, wie man man bei der großen von Kurhaus-Direktor Harald Kunde geplanten Jubiläumsausstellung helfen könne. „Das wird jedenfalls ein guter Jubiläumsaufschlag“, ist sich Röth sicher.

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Auch werde man wieder gerne Rücksicht auf die Wunschzettel nehmen, die Kunde als Direktor des Museums Kurhaus und die künstlerische Leiterin des B.C. Koekkoek-Hauses, Ursula Geisselbrecht-Capecki, an den Verein herantragen. „Wir werden dann sehen, was wir dieses Jahr leisten können“, sagt Wilfried Röth. Ein Teil dazu solle, so Röth, die Feier beitragen. Es wäre nicht die erste ihrer Art, mit der der Verein Gelder für die Museen generiert, beispielsweise mit einer Tombola am Abend.

Beim Blick zurück können die Freunde trotz aller Corona-Einschränkungen für Vereine – Zusammenkünfte waren ja kaum möglich –  auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Es gelang ihnen, das Café Moritz wieder mit Leben zu füllen. Und wenn Konditorin Cynthia Eis ihre Kreationen schafft, erfüllt sich das ganze Haus mit feinem Duft. Doch auch feine Kunst haben die Freunde in die Häuser holen können: Der Erwerb von Koekkoek-Zeichnungen für das B.C. Koekkoek-Haus wurde mit einem Patenmodell unterstützt, es gab für das Kurhaus unter anderem ein Blatt des Schweizer Malers Franz Gertsch und vor allem konnte der fast schon abstrakte Kopf einer jungen Frau aus Holz an das Kurhaus gebunden werden, zeigen die beiden Beispiele aus 2021 auf.

Im Koekkoek-Haus wurde die Fensterbilder-Aktion gesponsort und der Wettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema „Freiheit“. Und dann sei da die noch laufende Schau „Naked Body – eine Frage der Perspektive“, die provoziere, aber viele Besucher habe und deshalb verlängert werde. Die beiden loben die Zusammenarbeit von Maria Hinterhuber und Kurhaus-Kuratorin Valentina Vlasic als erste Kooperation ihrer Art zwischen Museum Kurhaus und Hochschule Rhein-Waal.

Als eine seiner Lieblingsausstellungen sieht Röth die Retrospektive von Günther Zins an, die sehr anschaulich gezeigt habe, wie sich die Kunst des in Kleve lebenden Bildhauers entwickelt habe. Beeindruckend sei auch, so Röth und Tönnissen, die Ausstellung zu Beuys gewesen, in Zusammenarbeit von Kuratorin Susanne Figner und Wolfgang Zumdick. Spaß habe auch die private Initiative im Beuys-Jahr von Frank Mehring gemacht. Das Mitglied des Freundeskreises hatte bekanntlich die alten Fotos von Beuys dort stark vergrößert aufgestellt, wo sie entstanden waren.