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Bedburg-Hau Chrischa Ohler über die Corona-Auswirkungen beim Theater mini-art

Kein Theater : „Die Schließung trifft uns sehr“

Crischa Ohler von mini-art über die Corona-Situation. Die Proben für das neue Stück nach Ton Tellegen auf der Bühne gehen aber weiter.

Auch das Theater mini-art ist hart getroffen von dem Lockdown für die Kulturstätten. Wir sprachen mit Crischa Ohler, das ist ihr berückendes Protokoll:

„Die erneute Schließung der Theater für mindestens einen Monat trifft uns sehr. In den letzten Monaten haben wir mit einem genehmigten Hygienekonzept glücklicherweise wieder Vorstellungen spielen dürfen, haben unsere Besuchermöglichkeiten den Auflagen angepasst, haben von 99 möglichen auf 40 Plätze reduziert, haben manchmal nur für 20 Zuschauer*innen gespielt, damit die Trennung der Besuchergruppen gewährleiste werden konnte, haben alle Inszenierungen auf den notwendigen Abstand von 4m von der Zuschauertribüne verändert, waren bereit auf 15 Plätze zu reduzieren, haben ein ausgeklügeltes Anmeldeverfahren ausgetüftelt.

Wir haben in den vergangenen Wochen rührende Zuschauerrückmeldungen bekommen mit dem Tenor „danke, dass Ihr wieder für uns spielt“ - und haben wieder einmal erfahren, dass Theater - bei aller notwendigen Distanz - vom lebendigen, direkten Erleben und Austausch zwischen Zuschauer und Bühnengeschehen lebt, dass digitale Formen des Theaters nur eine Zwischenlösung und niemals Ersatz sein können.

Nun - es ist jetzt wie es ist: alle weiteren Vorstellungen im Theater mini-art  - u.a. die Westwind-Vorstellung - müssen wir absagen, alle Außengastspiele im Rahmen von Spielarten 2020 ebenfalls.

Das ist bitter.

Die Premiere von ‚Ein Garten für den Wal‘ von Toon Tellegen Ende November versuchen wir auf das erste Dezemberwochenende zu verlegen.

Hoffen wir, dass im Dezember Theater wieder möglich ist, denn da sind bereits ca.20 Vorstellungen vom ‚Wal‘, vom ‚Schaf‘ und von ‚OX und Esel‘“

Notiert von Matthias Grass