Alliage Quintett kommt in die Stadthalle Kleve

Quintett in Kleve : Sommernachtstraum als Konzert

Im letzten Klever Reihenkonzert der Saison präsentiert sich das Alliage Quintett. Die Saxophonisten und die Pianistin präsentieren einen „Sommernachtstraum“.

Wie Saxophonisten und Pianistin des Alliage Quintett ihre Instrumente beherrschen, das findet die Presse einfach „zum Niederknien“. Das einmalige Bläser- und Tastenquintett beschließt mit dem letzten Reihenkonzert vor der Sommerpause am 14. Mai, 20 Uhr, in der Stadthalle die Klever Konzertsaison. Das Programm ist ein „Sommernachtstraum“ und kombiniert höchst unterhaltsame Musiken von Henry Purcell, Felix Mendelssohn Bartholdy, Kurt Weill und Leonard Bernstein.

In der besonderen Kombination von Saxophonquartett und Klavier spielt das Alliage Quintett mit der Klangillusion eines Orchesters. Gegründet wurde es von Daniel Gauthier, seinerzeit erster Professor für klassisches Saxophon an der Kölner Musikhochschule. Während der Flügel für das harmonische Grundgerüst sorgt, verwandelt sich der chamäleonhafte Klang der Saxophone in hohen und tiefen Registern in alle erdenklichen Klangfarben. Schauspiel-Gast Markus Fennert spielte Rollen als Caligula, Cyrano, Othello, Werther und Homo Faber an Bühnen in München, Basel, Zürich, Berlin und am Staatstheater Weimar, auch mit der Bremer Shakespeare Company und in Film- und Fernsehproduktionen. Er ist Hörfunksprecher und hat Hörspiele auch für die Weimarer Bauhaus-Universität aufgenommen.

Zum konzertanten „Sommernachtstraum“ um Mendelssohns Bühnenmusik zu Shakespeares elfenhafter Liebespoesie fügen sich im Konzert romantische, aber auch tragische Liebesszenerien. Den Auftakt gibt Purcells „Fairy Queen“ als ein pastoses Barockgemälde zu Shakespeares Sommernachts-Komödie. In der Mendelssohn-Musik schließlich webt das Alliage Quintett eine feinsinnig bemalte Leinwand für die Sonette und Monologe, die Markus Fennert mal ziseliert, mal keck aus dem Dramentext spricht und spielt.

Auf den märchenhaften Elfenreigen mit höfischer Grazie und burlesken Narrheiten folgen Kurt Weills Songs aus der „Dreigroschenoper“ mit Jazz-, Tango- und Jahrmarktsklängen. Die Geschichte von Peachums Tochter Polly und Mackie Messer basiert auf John Gay’s „Beggar’s Opera“ von 1728, dem größten Theatererfolg der Weimarer Republik. Bernstein schließlich schrieb seine „West Side Story“ als eine moderne Musical-Version von Shakespeares „Romeo & Julia“ und brachte damit lateinamerikanische Tanzmusik und den Jazzsound des Broadway in den Konzertsaal. Bernsteins Musical-Suite entlässt das Konzertpublikum dann beschwingt in die Sommerpause. Das Kultursekretariat NRW fördert das Projekt.

Um 19 Uhr gibt Verena Krauledat die Konzerteinführung für „Das dritte Ohr“ im Gespräch mit einem Mitglied des Alliage Quintett. Konzertkarten (18 €/Schüler und Studenten: 9 €): reservix.de, Reservix-VVK-Stellen, Rathaus-Info (Tel. 02821-84600), Fachbereich Kultur der Stadt Kleve (Tel. 02821-84254). Einlass: „kurz vor 19 Uhr“, Musik ab 20 Uhr.

(RP)
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