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Kleve: Krohnestraße im Herbst fertig

Kleve : Krohnestraße im Herbst fertig

Die Komplett-Erneuerung bis in die Tiefe brauchte Zeit und der lange Winter sorgte für erheblichen Verzug, weil die Arbeiten lange pausieren mussten: Bis September wird sich die Fertigstellung der Krohnestraße noch hinziehen.

Einer der Hauptgründe, warum es so lange dauert mit der Fertigstellung der Krohnestraße, liegt inzwischen wieder komplett im Verborgenen, in der Erde. "Wir mussten hier einen der umfangreichsten Abwasserkanäle der Oberstadt erneuern", so gestern Willibrord Janßen, Leiter des Klever Tiefbauamtes, im RP-Gespräch.

"Das haben Sie sicher auch am schweren Gerät erkannt, das dort eingesetzt wurde." Janßen verweist beispielsweise auf die schweren Kettenfahrzeuge, die die gewaltigen Erdmassen bewegten. Normale Bagger, luftbereift, wären mit den dort umzusetzenden Tonnen von Erdreich überfordert gewesen.

Komplett fertig: der Kanal

"Aber der komplette Kanal ist fertig", so Willibrord Janßen. Die Hausanschlüsse sind verlegt, Zug um Zug wurden und werden die Versorgungsleitungen gelegt. Zuständig dafür: Stadtwerke Kleve und die Deutsche Telekom. Das geht, wie alles andere auch, eben nur Zug um Zug. "Denn während der gesamten Bauphase musste und muss ja die Justizvollzugsanstalt immer erreichbar bleiben", sagt Janßen. Darum gab's für alle Arbeiten Bauabschnitte von/bis Anna von Cleve-Straße. Ursprünglich war für die Erneuerung der Krohnestraße Fertigstellung fürs späte Frühjahr vorgesehen. Warum jetzt erst September?

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Janßen: "Das hat, abgesehen vom großen Aufwand für die Erneuerung des Abwasserkanals, noch weitere Gründe. Der Winter hat uns viel Schnee und Frost gebracht, die Bauarbeiten mussten weitaus länger pausieren als erwartet. Hinzu kam, dass wir ja auch erst im Oktober mit dem erforderlichen Fällen der Bäume beginnen konnten."

Früher wär's verboten gewesen, aus Gründen des Vogelschutzes. Und auch die Tatsache, dass das Gefängnis immer erreichbar bleiben musste, sorgte für gewisse Verzögerungen. Etwa elf Monate Bauzeit "brutto" nicht unüblich für ein derart großes Projekt, betont Willibrord Janßen. Und alle, die den gefällten Linden nachtrauern, spendet er Trost. "Jetzt schon werden die Baumscheiben dafür hergerichtet. Für jeden Baum werden dabei auch zwölf Kubikmeter eines speziellen Substrates eingebracht, das garantiert, dass die neuen Bäume sofort gut wachsen können."

Auflage des Kreises Kleve als Untere Landschaftsbehörde: Es werden wieder Linden gepflanzt. Andere allerdings als früher. Es gebe, erläutert Janßen, ja inzwischen etliche Neuzüchtungen. "Sie bekommen beispielsweise nicht so große Kronen, und sie machen auch nicht so viel Dreck wie früher." Der Alleecharakter der Krohnestraße aber, der ist bald wieder da.

Bald wieder Allee

Ihre Vorgänger, die alten, riesigen Linden, waren es auch, die die Komplett-Erneuerung des Kanals nötig gemacht hatten. Wurzeln hatten die Rohre durchdrungen und für Undichtigkeiten gesorgt. "Aber", so Jürgen Rauer, Technischer Beigeordneter der Stadt Kleve, seinerzeit im RP-Gespräch: "Auf der Krohnestraße kam vieles zusammen. Die Straße hatte nicht den Unterbau, der heute üblicherweise verwendet wird. Er war weniger belastbar."

Viele Klever sind froh, wenn die Straße fertig ist. Die Umleitungen sind nicht unproblematisch. So gibt es seit Beginn der Bauarbeiten beispielsweise oft lange Staus auf der Albersallee in Richtung B 9.

(RP/rl)