Kreispolitik : Klever Kreisausschuss bewilligt den Heimatpreis

Louisendorf bekommt 12.000 Euro für die örtliche Kulturpflege, ab 2020 gibt es einen Heimatpreis des Kreises Kleve.

(nik) In Abwesenheit des AfD-Vertreters konzentrierte sich der Unwille der übrigen Kreispolitiker im Kreisausschuss auf die Fraktion Die Linke. Die Anträge, für die Michael Heinricks gerade stand, hatten keine Chance, den Ausschuss zu passieren. Weder wollten die Kollegen die Resolution „Sichere Häfen“ mittragen, noch gab es die Zustimmung zu dem Vorschlag, der Landrat möge sich darum kümmern, dass Gastronomen, Wirte oder auch die Tafel weniger Lebensmittel verschwenden. Da es inhaltlich aber fraglos wünschenswert ist, alle mit der Thematik befassten Stellen zu sensibilisieren, wurde man sich einig, die KKA zu bitten, stärker aufzuklären und an die Verantwortung aller Lebensmittelausgabestellen zu appellieren. Landrat Spreen betonte, natürlich wolle man damit nicht sagen, dass die Kollegen bei der Abfallgesellschaft nicht jetzt schon mit dem Thema befasst seien.

Beim Punkt „Heimatpreis“ gab es eine kurze Debatte über den Begriff Heimat, mit dem sich die Grünen mehr oder weniger schwer tun, wie Helmut Prior einräumte. Auf der anderen Seite sei es natürlich auch den Grünen wichtig, das Ehrenamt zu unterstützen. Dies müsse eindeutig im Vordergrund stehen, befanden Sprecher der übrigen Fraktionen. „Außerordentlich“ begrüßte deshalb Ulrike Ulrich (CDU) die künftige Verleihung des Preises, Brigitte Wucherpfennig (SPD) plädierte dafür, sich nicht von den falschen Seiten einen Begriff verleiden zu lassen. Heimat sei eben für jeden etwas anderes. Ralf Klapdor (FDP) bat darum, in den Folgejahren bei der Preisverleihung geschlossen aufzutreten und nicht parteipolitisch zu argumentieren.

Beschlossen wurde, den Wunsch der Vereinsgemeinschaft Louisendorf auf finanzielle Unterstützung des Jubiläums zu erfüllen. Weil die Ortschaft, die auf Siedler zurückgeht, 200 Jahre alt wird, sollen ein Pflug und eine Büste „Jakob Imig“ sowie eine Informationstafel angeschafft werden. Gesamtkosten: etwa 12.200 Euro.

Etwas verspätet, denn der Umzug hat bereits stattgefunden, stimmte der Ausschuss dem Vorschlag zu, die ab Sommer 2020 (wieder) selbstständige Klever Förderschule übergangsweise in der leerstehenden Pfalzdorfer Hauptschule unterzubringen. Zunächst hatten die Klassen während des Umbaus in Containern untergebracht werden sollen, doch das Angebot der Stadt Goch schien die bessere Lösung.

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