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Kleve: Kreis-SPD zum Familienatlas 2012: Ein niederschmetterndes Ergebnis

Kleve : Kreis-SPD zum Familienatlas 2012: Ein niederschmetterndes Ergebnis

Im bundesweiten Familienatlas liegt der Kreis Kleve mit seinen 16 Kommunen auf Platz 400, ein niederschmetterndes Ergebnis für die Zukunft der Kinder im Kreis. Da hilft es auch nicht, wenn der Landrat dieses Ergebnis schön redet oder die Berechnung in Zweifel zieht.

Die SPD im Kreis und im Kreistag hat seit Jahren gemahnt und schließlich mit ihrem Antrag und dem nachfolgenden einstimmigen Beschluss des Kreistages Erfolg gehabt, wenn auch um 10 Jahre zu spät. Als drittletzte Kommune hat der Kreis mit den Schulministerium einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, indem er sich verpflichtet hat, die Vernetzung aller Bildungsaktivitäten und Bildungsakteure für eine gemeinsame Bildungsplanung endlich in Angriff zu nehmen.

Ein Bildungsbüro wurde inzwischen eingerichtet und mit Fachpersonal besetzt. "Wie kommt die GEW zu der Behauptung, die Kreispolitiker, egal aus welcher Partei, interessiere das nicht! Mir scheint der Lehrer und GEW-Vorsitzende Walter Seefluth des Lesens nicht mächtig zu sein. Sonst hätte ihm auffallen müssen, dass die SPD in Kreispartei und Kreistagsfraktion über Jahre mit Bildungsparteitagen und Anträgen im Kreistag dieses Thema entschieden voran gebracht hat. Obwohl dies mit Landrat Spreen, der CDU-Fraktion und der Bürgermeisterriege nicht einfach war", so Fraktionschef und Bildungsexperte Roland Katzy.

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Wenn der Landrat in seiner Stellungnahme auf die Versorgungsquote bei der Kindertagespflege verweist, so sind das Ablenkungsmanöver, denn die Betreuung in der Tagespflege ist nicht mit dem Bildungsanspruch durch Kitas und Schulen gleichzusetzen. Hier besteht nach wie vor ein ungeheurer Nachholbedarf. "Landrat Spreen soll endlich seinen Blick von der Hochschule der Basisbildung zuwenden!", so Katzy.

(RP)