Kreis Kleve: Kreis-Senioren-Union geht auf Distanz

Kreis Kleve : Kreis-Senioren-Union geht auf Distanz

Die Kreissenioren- Union Kleve distanziert sich deutlich von der Aussage des Landesvorsitzenden Leonhard Kuckart zum Thema Kinderlärm. "Kinderlärm steht nicht auf unserer Themenliste", sagt die Vorsitzende der Kreissenioren-Union, Anita van Elsbergen (wir berichteten).

Sie habe großen Respekt vor unterschiedlichen Meinungen, könne sich aber nicht vorstellen, dass die Pressemitteilung zum Thema "Kitas in Wohngebieten" repräsentativ für alle Mitglieder der Senioren-Union ist.

Lebensfreude

Ihre Erfahrungen, die sie durch viele Gespräche mit unterschiedlichen Personengruppen gewonnen habe, sind, dass sich Senioren gerne für Wohnen mit sozialer Lebensqualität durch junge Familien im Umfeld aussprechen. "Kinder bringen Leben, vermitteln Lebensfreude, Kinderlärm gehört dazu", sagt van Elsbergen.

Auch der Vorsitzende der Senioren-Union auf Bundesebene, Otto Wulff, betont in einer gerade veröffentlichten Stellungnahme, dass Kinder wie Ältere in die Mitte der Gesellschaft gehören. "Wulff: "Es darf kein Riss durch unsere vom christlichen Menschenbild geprägte Gesellschaft gehen. Solidarität zwischen den Generationen muss erlebt, gelebt und nötigenfalls erlernt werden — und zwar dort, wo das Leben ist: mitten unter uns." Kitas und Spielplätze gehörten nicht in städtebauliche Randbereiche. "Es ist wünschenswert, dass unser städtebauliches Erscheinungsbild durch das fröhliche Bunt von möglichst vielen Kitas bereichert wird", schreibt er weiter.

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Zukunftsweisend

Für die Kreissenioren- Union Kleve gelte, so van Elsbergen, dass sie sich seit ihrer Gründung im Jahr als zukunftsweisende Vereinigung innerhalb der CDU erwiesen habe, die sich generationsübergreifend für eine menschliche und solidarische Gesellschaft für Jung und Alt einsetzt. "In den vergangenen Jahren haben gerade wir Senioren den starken Geburtenrückgang und die sich daraus ergebenden negativen Entwicklungen für unsere Gesellschaft beklagt und uns für eine kinderfreundliche Gesellschaft ausgesprochen".

Ebenso hätte die Kreis Klever Senioren-Union alle familienfreundlichen Programme der Politik begrüßt und wo es nötig war, unterstützt. Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser Pflegeeinrichtungen und Unternehmen müssten viele Probleme im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel lösen.

(RP)
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