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Kreis Kleve: Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften ist leicht gestiegen

Hartz-IV-Empfänger : Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften ist gestiegen

Grund seien die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, so der Kreis Kleve. Mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kreis Kleve ist zwischen 25 und 49 Jahre alt.

Im Kreis Kleve leben derzeit 14.205 Menschen in 7906 so genannten SGB-II-Bedarfsgemeinschaften. Die Zahl der Menschen, die diese Transferleistungen nach Hartz IV erhalten, ist in den letzten beiden Monaten aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie erneut leicht gestiegen, wie der Kreis nun mitteilte. 10.567 der aktuell betroffenen Menschen sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte – bei den verbleibenden 3638 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder.

Mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kreis Kleve ist zwischen 25 und 49 Jahre alt. Der Frauenanteil liegt in dieser Altersgruppe bei 53,4 Prozent. Von 100 Einwohnern im Kreisgebiet befinden sich etwa 5,3 im SGB-II-Leistungsbezug. Im überregionalen Vergleich liegt der Wert bundesweit bei 6,9 und landesweit bei 9,1. In den Nachbarkreisen liegt diese Quote in Wesel bei 7,3, in Viersen bei 5,9 und in Borken bei 4,1.

Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. In die April-Statistik gehen somit die Vermittlungszahlen aus dem Monat Dezember 2020 ein. Im Dezember 2020 konnten lediglich 133 Personen in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt werden. Weitere 40 Menschen arbeiten nun in einem Minijob. Dies sind rund 30 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Das Jobcenter Kreis Kleve vermittelte im Jahr 2020 insgesamt 3099 Leistungsempfänger in den ersten Arbeitsmarkt. In den vergangenen Jahren waren dies zwischen 4150 und 4520 Personen. „Auch bei Vermittlungszahlen zeigen sich deutliche ‚Corona-Effekte‘“, erläutert Landrätin Silke Gorißen. „Darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen, dass sich auch im Kreis Kleve zahlreiche Unternehmen und ihre Beschäftigten in Kurzarbeit befinden.“

(RP)