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Kreis Kleve: Sommerpause sorgt für mehr Arbeitslose

Arbeitsmarkt-Bericht August 2019 : Sommerpause sorgt für mehr Arbeitslose im Kreis

Im August waren im Kreis Kleve 8819 Menschen arbeitslos gemeldet.

Im August waren im Kreis Kleve 8819 Menschen arbeitslos gemeldet. Das ist ein Anstieg um 130 Personen oder 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit um 682 Personen oder 7,2 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 5,7 Prozent.

„Im Kreis Kleve hat die Arbeitslosigkeit wie im Nachbarkreis Wesel zum Vormonat um 1,5 Prozent zugelegt. Diese Entwicklung hat saisonale Gründe, ist im üblichen Rahmen und nicht besorgniserregend. Gegenüber dem Vorjahr stellt sich die Situation besser dar, was insbesondere für langzeitarbeitslose Menschen gilt. Die Unternehmen im Kreis Kleve halten sich aktuell noch mit der Meldung neuer Stellen zurück. Unabhängig davon, ob man neue Kräfte einstellen möchte oder nicht, sollte man auch den Wissensstand seiner Beschäftigten im Blick behalten. Vielfach gibt es Anpassungsqualifizierungen, in denen neue Kenntnisse vermittelt werden. Diese Investition können wir finanziell unterstützen“, betont der stellvertretende Arbeitsagenturleiter Damian Janik.

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Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit, SGB III) waren im Kreis Kleve im Berichtsmonat 3224 Arbeitslose gemeldet. Im Vergleich zu Juli ist das ein Anstieg um 134 Personen oder 4,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit um 101 Personen oder 3,2 Prozent höher. Im Bereich der Grundsicherung (Jobcenter Kleve, SGB II) wurden 5595 arbeitslose erwerbsfähige Hilfebedürftige betreut. Das sind 4 Personen oder 0,1 Prozent weniger als im Juli und 783 Personen oder 12,3 Prozent weniger als im August 2018.

Darüber hinaus weist die Bundesagentur für Arbeit monatlich die Unterbeschäftigung aus. Als Unterbeschäftigte zählen nicht nur Arbeitslose, sondern auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit. Im August hat sich die Zahl der Unterbeschäftigten im Kreis Kleve um 22 Personen (+0,2 Prozent) auf 11.238 erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 791 Unterbeschäftigte weniger (-6,6 Prozent). Die Arbeitgeber im Kreis  meldeten im zurückliegenden Monat 432 offene Stellen. Insgesamt sind  3176 Stellen zu besetzen, 113 Stellen oder 3,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 58,4 Prozent der Stellen (1856) richten sich an Fachkräfte, weitere 12,3 Prozent (391) an Spezialisten und Experten. Für Helfer sind knapp 30 Prozent (929) aller Stellen gemeldet.