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Kreis Kleve: Niederrhein will nach Corona um Touristen werben

Neustart nach Corona : Region will um Touristen werben

Niederrhein Tourismus möchte für einen Urlaubs-Neustart gerüstet sein. Der Verband empfiehlt den touristischen Anbietern, ihre Arrangements, die Preisstrategie mit Buchungs- und Stornierungsbedingungen sowie den Kontakt mit den Kunden im Lockdown anzupassen.

(lukra) Durch die Coronakrise sind im vergangenen Jahr auch die Übernachtungszahlen am Niederrhein eingebrochen. Die Zahl ging um 40 Prozent auf rund 1,4 Millionen zurück. Im Jahr 2019 hatte die Zahl noch bei rund 2,4 Millionen gelegen. Ein kleiner Trost: Der Rückgang ist etwas geringer ausgefallen als im NRW-Durchschnitt, wo das Minus 46,5 Prozent  betrug. „Die Zahlen zeigen, dass die Region in den wenigen Wochen nach dem ersten Lockdown bei Touristen sehr gefragt war“, sagt Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH. Darauf hofft man auch, wenn es in den kommenden Monaten einen Neustart des Tourismus gibt.

Mal wieder in einem Restaurant essen gehen, Freunde und Verwandte treffen und verreisen: Das sind die meistgenannten Wünsche der Deutschen für die Zeit nach der Pandemie, wie eine YouGov-Umfrage ergeben hat. „Für diesen Neustart wollen wir als Niederrhein Tourismus gewappnet sein und bereiten uns entsprechend auf die Zeit nach dem Lockdown vor“, sagt Martina Baumgärtner. Dazu gehörte nun auch das digitale Treffen „Re-Start“ mit rund 70 Vertretern von touristischen Unternehmen und aus dem Verbandsgebiet von Niederrhein Tourismus. Impulse gab es unter anderem von Doris Berendes, Fachfrau für Vertriebsoptimierungen. Sie geht davon aus, dass es im Sommer wieder Bilder von überfüllten Stränden an Nord- und Ostsee geben werde. Diese Situation sei eine Chance für Regionen wie den Niederrhein. Man müsse sich nun stark positionieren, um als Reiseziel gewählt zu werden, so Berendes.

Sie empfiehlt den touristischen Anbietern, ihre Arrangements, die Preisstrategie mit Buchungs- und Stornierungsbedingungen sowie den Kontakt mit den Kunden im Lockdown anzupassen. Auch ein frischer Internetauftritt könne dabei helfen, zumal der auch mit dem Niederrhein Tourismus verlinkt werden kann. Auch dort werde die Internetpräsenz gerade überarbeitet, wie es heißt. Außerdem bereite man neue Kampagnen vor und spiele Wanderrouten und Radtouren über das Portal von Outdooractive bundesweit aus, um Gäste anzulocken und das Geschäft zu beleben.

Dass dies dringend notwendig sei, betonte Ullrich Langhoff, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Kreis Wesel. Er gehe davon aus, dass 25 Prozent der gastronomischen Betriebe seiner Region dieses Jahr nicht überleben werden.