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Kreis Kleve: Krankenhäusern beginnen mit Impfungen gegen Coronavirus

Corona im Kreis Kleve : Mittwoch Impfstart in Krankenhäusern

Das Personal der Kliniken im Kreis Kleve bekommt ab Mittwoch freiwillige Covid-19-Schutzimpfungen. Die Kliniken sprechen von einer hoher Teilnahme-Bereitschaft. Reservelisten sollen sicherstellen, dass der komplette Impfstoff aufgebraucht wird.

Die Impfungen im Kreis Kleve sollen ab Mittwoch einen weiteren Schritt machen: Ab dann beginnen die Krankenhäuser mit der Impfung ihrer Mitarbeiter gegen Covid-19. Darauf haben sich das Katholische Karl-Leisner-Klinikum mit den Standorten Kleve, Goch, Kevelaer und Kalkar, das St.-Clemens-Hospital in Geldern und das St. Willibrord-Spital Emmerich in den vergangenen Wochen schon vorbereitet. „Wir haben bereits im Dezember mit dem Aufbau der Impfzentren in allen Häusern begonnen. Räume und Wege sind eingerichtet, das erforderliche Material liegt bereit und das Impfpersonal wurde geschult“, sagt Sascha Sartor, Geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft. „In Probeläufen haben wir den störungsfreien Ablauf der Impfungen überprüft. Jetzt warten wir nur noch auf die Lieferung des Serums“, sagt Sartor.

Die Schutzimpfung gegen Covid-19 ist freiwillig. Um zu ermitteln, wie hoch die Impfbereitschaft ist, haben die Krankenhäuser im Vorfeld ihre Mitarbeitenden befragt. „Allein im St. Willibrord-Spital Emmerich werden in dieser Woche 186 Mitarbeitende geimpft, die in den sensiblen Bereichen tätig sind“, sagt pro homine-Geschäftsführer Johannes Hartmann. „Wir kommen auf eine sehr hohe Zustimmung quer über alle Häuser. Mehr als 70 Prozent unserer Mitarbeitenden haben bereits jetzt einer Impfung zugestimmt, mit steigender Tendenz.“ Dazu habe sicher auch die Aufklärung im Vorfeld beigetragen. Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum, zu dem auch das Klever Krankenhaus gehört, nennt keine expliziten Zahlen, spricht aber auch von einer „hohen Impfbereitschaft“. Ende vergangenen Jahres hatte es landesweit Berichte über zurückhaltendes medizinisches Personal gegeben, wenn es um den Impfstart ging. Je näher der Impftermin rückt, desto mehr Menschen scheinen sich dann aber doch impfen lassen zu wollen.

Sobald der Impfstoff in den Krankenhäusern geliefert ist, wird er zügig verimpft. Dabei orientiere man sich an den Vorgaben des Gesundheitsamtes. „Zuerst werden wir Mitarbeitende berücksichtigen, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind oder Patienten betreuen, die als besonders gefährdet gelten“, sagt Christoph Weß, Geschäftsführer des Gelderner St.-Clemes-Hospitals. „Dazu gehören vor allem Mitarbeitende von Intensiv-, Isolier, und Palliativstationen sowie Notfallambulanzen. Hinzu kommen die Bereiche Onkologie, Geriatrie und Gerontopsychiatrie.“

Wichtig sei den Klinikleitern, so betonen sie, dass der zur Verfügung stehende Impfstoff vollständig aufgebraucht werde. Dazu haben die Krankenhäuser auch Nachrückerlisten angelegt, um gegebenenfalls übrige Impfdosen nutzen zu können. Wie lange es dauert, bis alle rund 3500 Mitarbeiter der Krankenhäuser im Kreis Kleve geimpft sein werden, liege an der Verfügbarkeit des Impfstoffs. Gehe es nach den Verantwortlichen in den Kliniken, so laute der Wunsch: Je schneller, desto besser.