Aktion im Kreis Kleve Funklöcher sollen per Smartphone-App gemeldet werden

Kreis Kleve · Wie gut ist die Mobilfunkversorgung im Kreis Kleve? Die Bürger sind dazu aufgerufen, vom 18. bis 25. Mai Funklöcher per Smartphone-App zu melden. Außerdem läuft eine Überprüfung der Netzabdeckung durch den TÜV.

 Willkommen im Mobilfunk-Niemandsland: M ithilfe der kostenlosen Funkloch-App der Bundesnetzagentur sollen Bürger die Netzverfügbarkeit ihrer Anbieter erfassen.

Willkommen im Mobilfunk-Niemandsland: M ithilfe der kostenlosen Funkloch-App der Bundesnetzagentur sollen Bürger die Netzverfügbarkeit ihrer Anbieter erfassen.

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Gefühlt kennt jeder eine Stelle im Kreis Kleve, an der man immer wieder ins Funkloch tappt. Aber wie ist die Mobilfunkversorgung bei uns am Niederrhein wirklich aufgestellt? Wo gibt es Verbindungsabbrüche oder sogar Funklöcher? Zur Verbesserung der Netzabdeckung führt der Kreis Kleve derzeit gemeinsam mit dem TÜV Rheinland ein Mobilfunk-Monitoring durch. „Aktuell laufen die abschließenden Messungen mit einem Messfahrzeug“, heißt es vom Kreis.

Außerdem sind vom 18. bis 25. Mai alle Bürger aufgerufen, mithilfe der kostenlosen Funkloch-App der Bundesnetzagentur die Netzverfügbarkeit ihrer Mobilfunkanbieter zu erfassen. Denn: Nach der Erstauflage der Mobilfunkmesswoche NRW im vergangenen Jahr werden rund um Pfingsten wieder möglichst viele Messungen angestrebt, um ein aktuelles Bild der Mobilfunkversorgungslage zu erhalten.

Nach aktuellen Angaben der Bundesnetzagentur beträgt die 4G-Flächenversorgung durch mindestens einen Mobilfunknetzbetreiber im Kreis Kleve 97,8 Prozent. 5G ist in 95,6 Prozent der Fläche durch mindestens einen Netzbetreiber verfügbar. 7,9 Prozent des Kreises Kleve sind so genannte „graue Flecken“, also Flächen, die von mindestens einem, aber nicht allen Netzbetreibern mit 4G oder 5G versorgt werden. 2,1 Prozent der Fläche sind als „weiße Flecken“ bislang weder mit 4G noch mit 5G versorgt.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur unterstützt die Mobilfunkmesswoche NRW auch in diesem Jahr als Schirmfrau. „Ob bei der Arbeit oder in der Freizeit, ob zuhause oder unterwegs: Ein guter Mobilfunkempfang ist Grundvoraussetzung für unseren Alltag – doch noch immer ist das nicht überall ohne Verbindungsabbruch möglich“, sagt sie. Man arbeite deshalb kontinuierlich am flächendeckenden Ausbau der Mobilfunkversorgung.

„Um den Mobilfunk noch gezielter verbessern zu können, sind alle Bürgerinnen und Bürger in der 2. Mobilfunkmesswoche NRW dazu aufgerufen, ihren gegenwärtigen Empfang zu messen und Funklöcher aufzuspüren“, sagt Neubaur. Die Erstauflage sei mit über 13 Millionen Messpunkten im vergangenen Jahr bereits ein Erfolg gewesen. Insgesamt haben demnach 36.000 Bürger teilgenommen. „Das wollen wir weiter steigern“, sagt sie. Aber: „Um dem Thema Mobilfunkversorgung noch größere Aufmerksamkeit zu verschaffen, würden wir uns im kommenden Jahr eine bundesweite Mobilfunkmesswoche wünschen.“

Die Mobilfunkmesswoche ist eine Initiative der Mobilfunkkoordinatoren in den Kreisen und kreisfreien Städten. Mit der Funkloch-App der Bundesnetzagentur können Nutzer die Netzverfügbarkeit ihres Mobilfunknetzes in Echtzeit erfassen und so möglicherweise vorhandene Funklöcher ermitteln. Die jeweilige Netzverfügbarkeit (kein Netz, 2G, 4G, 5G) wird dafür auf dem Endgerät gespeichert. Die Ergebnisse werden anonymisiert an die Bundesnetzagentur übermittelt, in der Funkloch-Karte des Gigabitgrundbuchs des Bundes verarbeitet und im Nachgang der Mobilfunkmesswoche für Nordrhein-Westfalen ausgewertet. Die Funkloch-App steht kostenlos und werbefrei in den App-Stores zum Download bereit.

Die Daten zur Mobilfunkversorgung auf Kreisebene in Nordrhein-Westfalen werden im Dashboard www.mobilfunk.nrw auf Basis der Daten des Mobilfunkmonitorings der Bundesnetzagentur quartalsweise aktualisiert. Nähere Informationen zur Mobilfunkmesswoche und zur Funkloch-App sind hier abrufbar: www.mobilfunkmesswoche.nrw.

(lukra)
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