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Kreis Kleve: Firmen haben Umsatzeinbrüche durch Coronavirus

Coronavirus : Umsatzeinbrüche bei Firmen im Klever Land

Verschiedene Veranstaltungen müssen abgesagt werden. Darunter leiden auch die Firmen im Kreis.

Viele Firmen bekommen erhebliche wirtschaftliche Probleme durch das Coronavirus. Sehr stark betroffen ist die Veranstaltungs-Branche, da Partys, Tagungen und Messen größtenteils ausfallen. Jonathan Brauer von „Magic Sound“ aus Goch gibt zu, dass es derzeit „stressig“ sei. Licht und Sound für Messen seien in diesen Wochen kaum gefragt, und Veranstaltungen nachzuholen sei nicht so einfach, weil weit im voraus geplant werde. Der Lichtblick: Immerhin kleine Events finden noch statt.

Große Umsatzeinbrüche verzeichnet inzwischen die „Biermann Veranstaltungstechnik GmbH“. „Weil verschiedene Messen und andere Veranstaltungen abgesagt wurden, haben wir Einbußen von 50.000 bis 60.000 Euro“, sagt Geschäftsführer Heinz-Theo Biermann. Seine Firma stellt Ausrüstung für Hochzeits- oder Familienfeste, Geburtstage, aber auch Zelte für Großveranstaltungen wie das Angrillen im Klever Forstgarten. Biermann hat auch für das Klever Krankenhaus das Fieberzelt mit mehreren Räumen – von der Anmeldung, übers Wartezimmer, bis zu den Untersuchungsräumen, Lager, WC-Anlage und Personalschleuse – errichtet. Dort können sich Patienten mit Grippesymptomen auf das Coronavirus testen lassen.

Hans Bernd de Graaf organisiert Theaterstücke und Kabarettabende am Niederrhein, hat „Das Schwarze Schaf“ und „Drei Männer im Schnee“ vor der Brust. Ebenso wie das Kabarett „Der Sitzungspräsident“ bei Cinque am Samstag. Cinque-Vorsitzender und Kleinkunstmanager Bruno Schmitz sieht seine Veranstaltungen derzeit noch nicht vom Corornavirus betroffen. Die geplanten Kleinkunstveranstaltungen im Kastell und bei Cinque lägen mit rund 150 und 200 Besuchern deutlich unter der vom Land und von der Stadt gesteckten Grenze von 1000 Menschen. Zudem seien diese Veranstaltungen auch nicht so eng bestuhlt und man könne ein bisschen Abstand wahren, sagt Schmitz. „Unsere Veranstaltungen sind ja nicht interaktiv, wir fassen uns nicht an und fallen uns nicht um den Hals“, sagt Schmitz. Im übrigen empfehle er Lachen als beste Medizin – auch bei Corona. „Wir wollen ja keine Panik machen“, beschwört er.