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Kreis Kleve: Ferien-Angebote für Jugendliche trotz Corona

Freizeit im Kreis Kleve : Basketball im Freien

Für unsere Ferien-Serie sah sich Nachwuchs-Reporter Johannes diesmal in Kalkar um. Dort gefiel ihm die Streetball-Anlage, die anfangs allerdings für einigen Ärger gesorgt hatte.

Als ich diese Zeilen schrieb, war mal wieder bescheidenes Wetter. Ich weiß, darüber sollten wir nicht klagen, weil in diesem Jahr noch lange nicht genug Regen gefallen ist. Aber es muss ja nicht gerade in den Sommerferien so grau und kühl sein, finde ich. Na ja, es wird schon wieder anders werden. Und dann geht’s nach draußen, denn zu Hause gehockt haben wir in den vergangenen Corona-Monaten ja wohl genug.

Was machen eigentlich die Jugendlichen in Kalkar, und ob man da mal hinfahren sollte? Erwachsene finden es dort schön, weil man am Markt wunderbar sitzen, essen und trinken kann. Aber gibt es dort auch etwas für Jugendliche zu tun? Das wollte ich herausfinden und habe ganz gute Entdeckungen gemacht. Zum Beispiel kann man im Stadtpark Beachvolleyball spielen oder Boule. Das ist so etwas wie Boccia, kennt ihr vielleicht vom Strand. Ich habe allerdings niemanden angetroffen, der sich dort gerade damit beschäftigte. Ob das bei jungen Leuten so richtig gut ankommt, kann ich also nicht sagen. Ich glaube, Boule ist eher etwas für Ältere, und spielt man Beach-Volleyball nicht im Freibad?

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Weil das mit dem selbst Ausprobieren im Moment schwierig ist – ich habe mir den Arm gebrochen, Sie erinnern sich – habe ich erstmal im Rathaus angerufen, die Leute dort sind schließlich für alles verantwortlich. Chefin ist Bürgermeisterin Britta Schulz, die sich mit mir unterhalten hat. Neben den typischen Jugendzentren, Vereinen, Sportplätzen und dem Stadtpark gibt es in dem kleinen Städtchen seit neuestem eine klasse Streetball-Anlage. Das ist sozusagen ein Basketball-Platz, der aus zwei Spielflächen besteht. Das Ganze ist allerdings draußen, anders als normale Basketball-Felder. Die Körbe sind aus Metall und deshalb kaum kaputt zu kriegen. Der Platz muss nicht ausschließlich für Basketball genutzt werden, er ist auch ganz allgemein als Treffpunkt anzusehen, sagte mir Frau Schulz.

Nur sollte der Begriff „Treffpunkt“ nicht so verstanden werden, dass man sich dort benehmen kann, wie man will. Das wurde leider in den ersten Wochen so gar nicht verstanden. Da gab’s üble Verschmutzungen, jede Menge Lärm und sogar die Polizei musste mal kommen, habe ich erfahren. Sogar Glasscherben lagen herum, und das ist dann ja sogar gefährlich. Ich finde, wenn einige Leute sich so aufführen, muss man sich nicht wundern, wenn nichts Neues mehr angeboten wird. Und das ist dann wirklich schade. Schließlich kosten solche Plätze eine Menge Geld, das wohl in allen Städten knapp ist. „Mittlerweile hat sich die Lage auf dem Platz allerdings gebessert“, hat Frau Schulz mir gesagt.

Das Angebot für Jugendliche kann in einem kleineren Ort natürlich nicht so vielseitig sein wie in Großstädten. Das hat auch die Bürgermeisterin betont. Was sie unbedingt empfiehlt, ist der Wisseler See. „Da kann man Schwimmen, in der Sonne liegen, picknicken, mit dem Boot fahren und trifft bestimmt auch Bekannte“, meinte sie. Der Eintritt sei günstig, was für Jugendliche ja auch wichtig ist. Wenn das Wetter wieder schön ist und ich meinen Gips los bin, werde ich das unbedingt mal ausprobieren. Übrigens habe ich dort vor Jahren mal mit meinen Eltern in einer kleinen Hütte übernachtet, das war auch sehr lustig. Und natürlich gibt’s auf der großen Fläche auch Bolzplätze, wo man mit Freunden eine Runde Fußball spielen kann.

Hat man auch darauf keine Lust, kann man immer noch einen Ausflug ins Wunderland unternehmen. Kernies Familienpark ist allerdings eher etwas für Jüngere. Mit zwölf habe ich mich dort noch wohl gefühlt, mit 13 wird’s langsam langweilig. Obwohl: Wenn die richtigen Freunde dabei sind, macht fast alles Spaß. Da fällt mir gerade ein, dass es im Kernie’s auch eine Go-Kart-Bahn gibt, da kommt echte Rennatmosphäre auf. Für die Kart-Bahn muss man allerdings extra bezahlen.

Übrigens hat mir Frau Schulz berichtet, dass ihre Verwaltung an einem neuen Spielplatzkonzept arbeitet, bei dem auch an ältere „Kinder“ gedacht werden soll. Wie das aussehen wird, weiß ich nicht, die Pläne sind wohl gerade erst im Entstehen. Ich werde das im Auge behalten! Auch erzählte Frau Schulz, dass sie einen Brief wegen Mountainbikern bekommen habe, die im Wald gefahren seien. Aber wo sollen sie auch sonst fahren? Etwa mitten in der Stadt? Eher nicht. Daher soll demnächst offiziell ein Stück Wald für sie bereitgestellt werden. Das klingt ja nicht schlecht.

„Wir haben zwar keinen Skatepark, aber für Skater gab es ja gerade einen Workshop in Kooperation mit der Firma Innogy“, erinnerte mich die Bürgermeisterin. Leider konnte ich aus bekanntem Grund nicht teilnehmen (außerdem bin ich ja kein Kalkarer). Mal sehen, wo ich mich in den nächsten Tagen mal umhöre.