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Kreis Kleve erhöht sein Corona-Soforthilfeprogramm um weiteren 2 Millionen Euro

Soforthilfeprogramm des Kreises Kleve : Kreis Kleve stockt Soforthilfe um zwei Millionen Euro auf

Die ersten zwei Millionen Euro sind nahezu ausgezahlt. Weil die Nachfrage immer noch groß ist, hat Landrat Wolfgang Spreen per Dringlichkeitsbeschluss das Programm um weitere zwei Millionen Euro aufgestockt. Die Mittel werden über den laufenden Haushalt bereitgestellt.

(jul) Während das Land NRW die Zahlung der Soforthilfe für Selbstständige und Kleinstbetriebe wegen betrügerischen Fake-Seiten vorerst aussetzt, stockt der Kreis Kleve sein Corona-Programm um weitere zwei Millionen Euro auf. Das gab Landrat Wolfgang Spreen am Donnerstagabend bekannt. Zuvor fasste er mit den sechs Kreistags-Fraktionsvorsitzenden einen entsprechenden Dringlichkeitsbeschluss.

Zum Hintergrund: Zum 1. April hat der Kreis Kleve ein zusätzliches Soforthilfeprogramm für gewerbliche Kleinunternehmen sowie Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe einschließlich Kulturschaffende mit einem Fördervolumen von zwei Millionen Euro gestartet. Dabei handelt es sich um einen einmaligen, nicht zurückzahlbaren Zuschuss von bis zu 7500 Euro pro Unternehmen oder Freiberufler aus dem Kreis Kleve (wir berichteten).

Das kam an. Nach Angaben des Kreises Kleve haben in den ersten neun Tagen insgesamt 671 Unternehmer Anträge gestellt, 427 davon wurden bewilligt und fast 1,75 Millionen Euro ausgezahlt. Mit Blick auf die Zwei-Millionen-Euro-Grenze wurde also ein weiterer Dringlichkeitsbeschluss erforderlich. Die zusätzlichen Mittel, so die Kreisvewrwaltung in ihrer Mitteilung, werden über den laufenden Haushalt bereitgestellt.

„Die weiteren Hilfen sind notwendig, um weiteren gefährdeten Betrieben und Freiberuflern im Kreis Kleve schnell helfen zu können“, sagt Landrat Wolfgang Spreen. Das Hilfsprogramm des Kreises Kleve greife weiterhin nachrangig und erst dann, wenn andere Hilfsprogramme von EU, Bund und Land nicht zur Existenzsicherung ausreichen. Die bislang vorliegenden Anträge kommen aus allen 16 Kommunen im Kreisgebiet. Genauer: Von den bislang 427 bewilligten Anträgen kommen elf aus Bedburg-Hau, 38 aus Emmerich am Rhein, 60 aus Geldern, 49 aus Goch, drei aus Issum, elf aus Kalkar, 14 aus Kerken, 58 aus der Wallfahrtsstadt Kevelaer, 79 aus Kleve, 14 aus Kranenburg, 17 aus Rees, vier aus Rheurdt, 39 aus Straelen, 15 aus Uedem, sieben aus Wachtendonk und acht aus Weeze. Die Antragsteller kommen verstärkt aus den Bereichen Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Landwirtschaft und Gartenbau. Abgelehnt wurden bislang insgesamt 167 Anträge, da die Voraussetzungen für eine Bewilligung nicht vorlagen.

Info: Auf der Homepage des Kreises Kleve gibt es einen Direktlink zum Soforthilfeprogramm. Das Hilfe-Team der Kreisverwaltung ist auch an den Ostertagen im Einsatz.