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Kreis Kleve: Drei weitere bestätigte Corona-Fälle

Virus im Kreis Kleve : Drei weitere bestätigte Corona-Fälle

Eine Person aus Kerken und zwei aus Geldern sind erkrankt. Sie waren im selben Ort im Ausland wie die ersten beiden Infizierten aus Kleve. Gaesdonck schließt. Kalkarer Grundschule auch. Besucherstopp in Krankenhäusern.

Das Coronavirus greift weiter um sich. Drei weitere Fälle einer Infektion im Kreis Kleve sind jetzt nachgewiesen worden. Es handelt sich um eine Person in Kerken und zwei Personen in Geldern. Dies teilte der Kreis Kleve am Donnerstag mit. Demnach befanden sich die drei Personen in demselben Ort im Ausland wie die ersten beiden infizierten Personen. Auch die drei neu infizierten Personen sind in häuslicher Quarantäne. Zwei der drei Personen haben geringe, die dritte Person hat mäßige Krankheitssymptome. Das Kreisgesundheitsamt ermittelt auch in diesen drei Fällen die Kontaktpersonen. Bis jetzt zählt der Kreis Kleve fünf bestätigte Corona-Fälle. Die Familienmitglieder der ersten beiden in Kleve positiv getesteten Personen sind bislang nicht mit dem Coronavirus infiziert. Sie bleiben jedoch weiterhin in häuslicher Quarantäne.

Um die Gesundheit von Patienten, Bewohnern und Mitarbeitern bestmöglich zu schützen, schränkt die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE) in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Kleve den Zugang zu ihren Einrichtungen für Besucher drastisch ein. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme. In den vier KKLE-Krankenhäusern (St.-Antonius-Hospital Kleve, Wilhelm-Anton-Hospital Goch, Marienhospital Kevelaer, St.-Nikolaus-Hospital Kalkar) sind ab Donnerstag, 12. März, 21 Uhr, keine Patientenbesuche mehr möglich. Nur der Besuch schwerstkranker Patienten ist nach individueller Absprache weiterhin möglich. Eine weitere Ausnahme sind Geburten (Väter). Dringend benötigte persönliche Gegenstände wie Wechselkleidung oder Toilettenartikel können in den Empfangsbereichen abgegeben werden.

Die Behandlung ambulanter und stationärer Patienten sei weiterhin ohne Einschränkungen gewährleistet, so die KKLE. Patienten werden gebeten, sich am Empfang der Krankenhäuser zu melden. Das gilt auch für Patienten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im St.-Antonius-Hospital Kleve.

Auch die Seniorenpflegeeinrichtungen des Katholischen Alten- und Pflegehilfenetzwerkes am Niederrhein (KAN) unterbinden den Besuch der Bewohner. Ausnahmen sind nur in dringenden Fällen nach individueller Absprache möglich. Unter dem Dach des KAN versammeln sich mehr als 20 Pflegeeinrichtungen und Wohnanlagen für Senioren in den Kreisen Kleve und Wesel, dazu ein Pflegezentrum zur ambulanten Betreuung und ein Hospiz.

Darüber hinaus sagen die Einrichtungen der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft bis auf weiteres alle Veranstaltungen mit Publikumsverkehr in ihren Einrichtungen ab. Das gilt sowohl für eigene Informationsveranstaltungen (etwa der Infoabend Geburt) als auch für Treffen von Selbsthilfegruppen in den Räumlichkeiten der Einrichtungen.

Der Unterricht am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Kleve wird ab Freitag, 13. März, wieder ganz normal stattfinden. Die Schule war vorsorglich für Donnerstag, 12. März, geschlossen worden, weil es einen Corona-Verdachtsfall gegeben hatte. Dieser hat sich jedoch nicht bestätigt. „Es besteht also keine erhöhte Gefahr, so dass wir unsere Schüler wieder unterrichten können“, sagt Schul-Direktor Timo Bleisteiner.

Allerdings ist jetzt das bischöfliche Gymnasium Gaesdonck betroffen. Wie Direktor Markus Oberdörster in einem Elternbrief mitteilt, wird der Unterricht am Freitag und Montag nicht stattfinden. Internatskinder, die nicht nach Hause können, werden auf dem Campus weiter betreut. Hintergrund der Vorsichtsmaßnahme ist, dass im familiären Umfeld eines Schülers Corona aufgetreten ist. Das Kind weise bisher keine Symptome auf, wird aber jetzt getestet. Das Ergebnis soll am Montag, 16. März, vorliegen. Dann ist klar, ob der Unterricht fortgesetzt werden kann oder nicht. Auch die Kalkarer Josef-Lörks-Grundschule ist bis Dienstag, 17. März, geschlossen. Wie auf der Homepage zu erfahren ist, wurde ein Elternteil der Schule positiv getestet. In Absprache mit dem Gesundheitsamt und der Stadtverwaltung bleibt die Schule vorerst geschlossen.

Wie das Gesundheitsamt des Kreises Kleve am Donnerstag, 12. März, mitgeteilt hat, ist der Test auf das neuartige Coronavirus „Covid-19“ bei einem Kind aus Kleve-Kellen negativ ausgefallen. Damit ist die Empfehlung, den Kindergarten „Arche Noah“ vorübergehend zu schließen, wieder aufgehoben. Die Pfarrei St. Willibrord als Trägerin des Kindergartens hatte mit der sofortigen Schließung der Einrichtung reagiert. Als zuständiger Pfarrverwalter erklärte Propst Johannes Mecking nun: „Ich bin froh und erleichtert, dass sich das Kind nicht mit dem Virus infiziert hat. Für uns bedeutet das, dass der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden kann.“