Alternative im Regionalverkehr Am Sonntag starten drei neue Schnellbuslinien im Kreis Kleve

Kreis Kleve · Die Xbusse kommen in den Kreis Kleve. Zum VRR-Fahrplanwechsel am 11. Dezember starten die Linien X27, X28 und X32. Sie führen durch zentrale Städte im Kreis und bis nach Wesel.

So sehen sie aus, die neuen Schnellbuslinien, die nun auch im Kreis Kleve in Betrieb gehen.

So sehen sie aus, die neuen Schnellbuslinien, die nun auch im Kreis Kleve in Betrieb gehen.

Foto: VRR

In der kommenden Woche gehen im Kreis Kleve drei neue Schnellbuslinien des VRR an den Start. Die drei neuen Verbindungen sind Teil der sogenannten XBusse. Im Ruhrgebiet hat der VRR zwei dieser Linien schon seit Sommer in Betrieb. „Mit einer jährlichen Leistung von insgesamt mehr als einer Million Kilometern sind die ersten XBus-Linien für zahlreiche Pendler eine lohnende Alternative zur Fahrt mit dem eigenen Auto“, sagt VRR-Vorstandssprecherin Gabriele Matz. „Die XBusse sind täglich im 30- bzw. 60-Minuten-Takt auf Strecken unterwegs, die bislang nicht vom Regionalverkehr bedient wurden.“

Insgesamt sieben dieser Linien sind zunächst geplant. Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 11. Dezember, gehen auch drei neue Linien im Kreis Kleve an den Start. Komplett neu sind die Linie X28, die von Goch über Uedem und Xanten nach Wesel führt, und die Linie X32, die von Kleve über Kalkar und Rees zur Haltestelle Empel-Rees führt. Bei der Linie X27 wird eine bereits bestehende Verbindung übernommen und durch das Schnellbus-Angebot ausgebaut. Sie führt von Kleve über Kalkar und Xanten nach Wesel.

„Die neuen XBus-Linien sind verkehrlich ein großer Gewinn in den betreffenden Kommunen, denn die neuen Linien schließen Lücken im Regionalverkehr, die als SPNV-Verbindungen nicht realisierbar wären“, sagt Vorstandssprecherin Gabriele Matz. Betrieben werden die Linien DB Rheinlandbus (X27 und X28), Niag (X28) und Look Busreisen (X32).

Alle sieben XBus-Linien auf dem Gebiet des VRR werden zunächst mit Bussen aus dem Fuhrpark der jeweiligen Verkehrsunternehmen betrieben. Durch ein markantes Design mit einem einprägsamen Erscheinungsbild sollen die Fahrzeuge aber direkt auf den ersten Blick erkennbar sein. „Später werden Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die mit ihrer Ausstattung den Ansprüchen unserer Fahrgäste an einen zeitgemäßen und hochwertigen regionalen Schnellverkehr gerechter werden – vergleichbar mit modernen Regionalverkehrszügen“, sagt Gabriele Matz.

Bereits 2019 hatten sich die drei Zweckverbände VRR, Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Nahverkehr Rheinland (NVR) entsprechend auf einheitliche Standards geeinigt. Bequeme Sitzplätze gehören zukünftig ebenso zur Ausstattung der Fahrzeuge wie W-Lan und USB-Steckdosen. Auch Vorgaben zu Bedienzeiten und zur Taktung wurden definiert. Für die ersten sieben XBus-Linien ist ein Fuhrpark von rund 30 Bussen vorgesehen.

Die drei neuen VRR-Buslinien sind nur Teil einer ÖPNV-Offensive Kostenpflichtiger Inhalt im Kreis Kleve mit insgesamt 13 neuen Verbindungen. Dass eine Verbesserung dringend notwendig ist, zeigt ein Vergleich mit dem Nachbarkreis Wesel: Dort fahren heute bereits 50 Prozent mehr Busse als im Kreis Kleve. Das Ziel ist, kurzfristig Taktungen zu erhöhen, mittelfristig neue Linien einzuführen und langfristig einen neuen Nahverkehrsplan aufzustellen. So will man den großen Zeitvorteil, den man am Niederrhein mit dem Auto häufig noch hat, zumindest ein wenig aufholen und damit im ÖPNV insgesamt attraktiver für Reisende und Pendler werden. Im Juni hatte der Kreistag einen entsprechenden Beschluss gefasst.

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