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Kreis Kleve: Die Corona-Krise ruft Kriminelle auf den Plan

Corona-Ticker : Die Krise ruft Kriminelle auf den Plan

Während die einen auf Geld von Bund und Land hoffen, haben es Kriminelle auf das Geld von verängstigten Bürgern abgesehen.

Kreis-WfG hofft auf baldigen Rettungsring  Die Furcht vor nachhaltig wirkenden, Corona bedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten wächst Tag für Tag, so die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve. „Vom freiberuflichen Einzelkämpfer über den gut sortierten Einzelhändler bis hin zum gestandenen Handwerksbetrieb nimmt die Sorge vor Umsatz- und Gewinneinbrüchen drastisch zu“, so Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers. Es sei unübersehbar, dass man vor Ort auf die von der Politik in Aussicht gestellten Finanzspritzen warte. Aber auch Respekt und Furcht vor den Auswirkungen der Krankheit selbst beschäftige die Menschen vor Ort. So habe ein erster Hotelier das Angebot geliefert, sein eigenes Bettenangebot der Notfall-Versorgung zur Verfügung zu stellen. Auch wenn man bereits heute erkennen könne, dass Corona der Region auch wirtschaftlichen Schaden zufüge, so hoffe man doch auf den einen oder anderen baldigen Rettungsring, der aus Berlin oder Düsseldorf versprochen sei, so die Kreis-WfG.

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HSRW: Keine Veranstaltungen bis zum 17. Juli Angesichts der Verbreitung des Coronavirus arbeitet die Hochschule Rhein-Waal intensiv daran, die Verschiebung des Vorlesungsbeginns entsprechend zu begleiten und im Sinne der Studierenden auszugestalten. Unter den gegebenen Umständen möchte die Hochschule ihren Studierenden den Semesterstart erleichtern und die Durchführung des Semesters möglichst reibungsfrei ermöglichen. Sie wird daher nach der Wiederaufnahme des Lehrbetriebs alles daran setzen, damit dies bis zum 17. Juli regulär erfolgen kann. Dies bedeutet unter anderem, dass die Hochschule ihre Aktivitäten, die für den unmittelbaren Lehrbetrieb nicht absolut notwendig sind, einschränken wird. Demzufolge werden bis zum 17. Juli keine Veranstaltungen an und mit der Hochschule stattfinden, die nicht vorrangig dem Lehrbetrieb dienen.

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Kriminelle nutzen die Angst vor Corona-Virus aus Im Kreis Kleve kam es glücklicherweise noch zu keinem solchen Fall. Trotz allem möchte die Polizei über ein neues Betrugsphänomen informieren. Der „falsche Enkel“ am Telefon nutzt aktuell die Panik um das Corona-Virus aus, um ältere Menschen um Geld zu betrügen. Die Kriminellen geben sich als Angehörige aus, die sich mit dem Virus infiziert hätten und nun dringend Geld für die Behandlung benötigten. Sie gaukeln ihren Opfern vor, teure Medikamente für ihre Behandlung zu brauchen. Deswegen bitten sie um Geldbeträge oder Wertsachen, die sie von einem Freund oder Boten abholen lassen. Die Polizei rät: Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte. Personen, die von erkrankten Angehörigen telefonisch kontaktiert werden, sollten bei Geldforderungen besonders misstrauisch werden. Die Verhaltensempfehlung der Polizei: Fordern Sie den Anrufer grundsätzlich dazu auf, den Namen des Enkels, der Nichte  selbst zu nennen.  Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Wenden Sie sich sofort an die Polizei unter 110, wenn sie einen Betrug vermuten.

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Betrüger gibt sich als „Feuerwehr“ aus Am Donnerstag hat eine Gocher Bürgerin einen Anruf erhalten, in dem sich ein Unbekannter als „Feuerwehr“ ausgab. Er wolle sich erkundigen, ob alles in Ordnung sei und sich davon selbst mit einem Besuch überzeugen. Die Anruferin wandte sich nach dem Gespräch an die Feuerwache um zu erfahren, ob dies seine Richtigkeit habe. Die Feuerwehr Goch erklärt dazu: Wir rufen niemals Bürgerinnen und Bürger an um uns zu erkundigen, ob „alles in Ordnung“ sei. Auch macht die Feuerwehr zu diesem Zweck keine Hausbesuche. Wer einen solchen Anruf bekommt wird aufgefordert, einen Besuch der oder des Anrufers abzulehnen und sofort die Polizei zu verständigen.