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Kreis Kleve Covid 19 Corona-Tests laufen weiter

Corona-Tests : Corona-Tests im Kreis Kleve laufen weiter

Covid 19: Im Fieberzelt in Kleve werden weiter Corona-Tests durchgeführt.

Im Kreis Kleve können Patienten weiterhin darauf getestet werden, ob sie mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 im Rahmen der Corona-Welle infiziert sind. Voraussetzung ist, dass die Patienten aufgrund ihrer Vorerkrankungen einem erhöhten Komplikationsrisiko ausgesetzt sind.

Für alle anderen Patienten – auch mit Symptomen – sieht das Gesundheitsamt zunächst zwei Wochen häusliche Quarantäne vor. Im Fieberzelt am Klever St.-Antonius-Hospital, das für die Kommunen Kleve, Goch, Bedburg-Hau, Kalkar, Uedem, Kranenburg, Kevelaer und Weeze zuständig ist und in dem Menschen aus diesen Städten und Gemeinden untersucht werden, wurden am Montag, 24. März, 89 Patienten untersucht und 44 davon getestet, am Dienstag, 24. März, waren 54 Menschen in dem Zelt, von denen 18 getestet wurden. Das bestätigte das Klever St.-Antonius-Krankenhaus auf Anfrage unserer Redaktion.

„Für die durch den Kreis Kleve in eigener Zuständigkeit vorzunehmenden Beprobungen sind Abstrichröhrchen in ausreichender Anzahl vorhanden. Nach aktuellem Stand sind auch die Laborkapazitäten für den Kreis Kleve ausreichend, sodass alle eingelieferten Proben auch getestet werden können“, bestätigt auch Elke Sanders, Sprecherin des Kreises Kleve.

Aktuell sei auch ein mobiles Fahrzeug für Beprobungen im Einsatz. Der Einsatz von zwei weiteren mobilen Beprobungsfahrzeugen werde derzeit von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein organisiert, so Sanders.

Die drei stationären und mobilen Abstrichzentren des Kreises Wesel nämlich nehmen vorerst keine weiteren Abstriche mehr vor, um sie auf das Coronavirus zu testen. Nur noch schwer kranke, stationär aufgenommene Patienten könnten derzeit in den Krankenhäusern getestet werden, sagt die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO). Für leichtere Fälle gebe es derzeit keine Kapazitäten.

Konkret, sagt Dr. Michael Weyer, Kreisstellenvorsitzender der KVNO, fehlten in ganz Nordrhein-Westfalen Reagenzflüssigkeit und Abstrichtupfer. Die entsprechende Ausstattung sei von Labor zu Labor unterschiedlich. „Für das Tupfer-Problem haben wir im Kreis Wesel eine Lösung gefunden.“ Für das Fehlen der notwendigen Reagenzflüssigkeit gebe es derzeit allerdings keine Lösung. Jörg Verfürth, Sprecher des Kamp-Lintforter St.-Bernhard-Hospitals, erklärt die Lage für medizinische Laien so: „Es gibt Lieferengpässe.“

Im Kreis Wesel habe das Labor, mit dem vor Ort primär zusammengearbeitet wird, bereits Ende vergangener Woche das Erreichen der Machbarkeitsgrenze gemeldet, sagt Weyer. „Am Montagmorgen stand dann fest, dass es grundsätzlich schwierig wird, andere Labore zu finden. Zehn bis elf haben wir angefragt, davon hatten maximal drei noch Kapazitäten.“

100 Abstriche habe der Kreis noch zugesagt bekommen. „Bereits am Montagnachmittag mussten Patienten in den Diagnosezentren aber bereits ohne Abstrich nach Hause geschickt werden.“ Nach jetzigem Stand sollen alle Bürger, bei denen bisher ein Abstrich vorgenommen wurde, auch noch ein entsprechendes Testergebnis erhalten.

Der Kreis Wesel arbeite an einer Lösung, um den Betrieb der Zentren möglichst bald wiederaufzunehmen, heißt es von dort. Vorher müsse jedoch sichergestellt werden, dass die Abstriche auch ausgewertet werden.