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Kreis Kleve: Kreis bleibt bei klarem "Nein" zu Fracking und Pkw-Maut

Kreis Kleve : Kreis bleibt bei klarem "Nein" zu Fracking und Pkw-Maut

Angesichts der aktuellen Diskussion um die umstrittene Gasförderung durch das Aufsprengen von Gesteinsschichten (Fracking) hat der Kreis Kleve sich in der Sache erneut klar positioniert. Der Kreistag beschloss, sich gegen entsprechende Pläne in den Niederlanden auszusprechen.

Wie berichtet, gibt es im Nachbarland Überlegungen, im Grenzraum Probebohrungen zu erlauben. Bereits im Juni hatte sich der Kreis durch einen Brief des Landrats klar dagegen ausgesprochen, jetzt erneuerten die Politiker im Kreistag ihre ablehnende Haltung. Das freute Ute Sickelmann. "Denn in dieser Sache bedarf es einer klaren und eindeutigen Haltung des Kreises", sagte die Grüne Politikerin. Sie hatte dabei wohl auch im Hinterkopf, dass das Thema aktuell wieder Fahrt aufnimmt. Die Firma ExxonMobil, die gerne bohren möchte, wirbt damit, ein Verfahren entwickelt zu haben, bei dem auf giftige Chemikalien verzichtet werden könnte. Der Kreis bleibt aber beim klaren "Nein". "In dieser Frage sind wir uns eindeutig einig, und wir machen deutlich, dass wir das Thema sehr ernst nehmen", so Landrat Wolfgang Spreen.

Einig waren sich Politik und Kreisverwaltung auch bei der PKW-Maut. Gerade für den Grenzraum würde das erhebliche Nachteile bedeuten. "Der Einzelhandelsumsatz in den grenznahen Städten wird zu einem beträchtlichen Anteil mit niederländischen Kunden erzielt", so der Kreis. In Kleve etwa machen die Kunden aus den Niederlanden einen Drittel des Umsatzes aus. Daher gibt es auch angesichts der Modifizierung der Pläne durch Verkehrsminister Alexander Dobrinth keinen Anlass zur Entwarnung. Er will die Maut nur noch auf Autobahnen und Bundesstraße einführen.

(zel)