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Kreis Kleve: Kreativ-Workshop für junge Flüchtlinge

Kreis Kleve : Kreativ-Workshop für junge Flüchtlinge

"Kultur erleben - die Welt verbinden" ist der Titel einer fünftägigen Veranstaltung in der Wasserburg Rindern ab dem 20. Februar. Verbindliche Anmeldungen sind noch bis zum 10. Februar möglich. Kooperationspartner aus dem Kreis.

"Kultur erleben - die Welt verbinden" ist der Titel einer fünftägigen Veranstaltung in der Wasserburg Rindern für 18- bis 26-jährige geflüchtete junge Erwachsene. Vom 20. bis 24. Februar haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich im selbst entwickelten Theaterspiel mit der eigenen Kunst und der Kultur, in der sie seit kurzem leben, auseinanderzusetzen. Zielgruppe sind junge Flüchtlinge, die in Unterkünften im Kreis Kleve leben und noch an keiner staatlich finanzierten Integrationsmaßnahme teilgenommen haben.

Die Organisatoren hoffen darauf, dass Mitbürger, die Kontakt mit den jungen Zugewanderten haben, diese auf das abwechslungsreiche und voller Überraschungen fünftägige Programm mit Theater, Sport, Schauspiel, Musik und leckerem Essen in der schönen Umgebung der Wasserburg Rindern hinweisen. Für die Teilnahme entstehen keine Kosten. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über das Förderprojekt "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung."

Aus der Fülle des Tagungsprogramms fällt beispielsweise ein Kreativ-Workshop mit dem Titel "Meine Botschaft auf Holz" auf. Die Teilnehmer gestalten ein Bild aus Nägeln und Draht auf Holz. Dann gibt es ein erstes Einüben des Theaterstücks unter Anwendung des Gelernten. Auch werden jeweils zwei junge Flüchtlinge in Familien in der Umgebung eingeladen und dort kochen. Die Speisen werden anschließend in der Gaststätte "Culucu" in Rindern als gemeinsames Abendessen serviert. Ein weiterer Kreativ-Workshop trägt den Titel "Ausdruck mit Percussion-Instrumenten".

Höhepunkt der fünf Tage in der Wasserburg soll am 23. Februar die Aufführung der Darbietung vor Vertretern der Politik, der Kooperationspartner und vor Interessierten aus der Umgebung sein. Zu den Kooperationspartnern gehören das Katholische Bildungszentrum, Wasserburg Rindern, der "Runde Tisch" in Kranenburg, der gemeinnützige Verein "Culucu" mit Sitz in Rindern und der Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum. Die Organisation liegt bei Markus Toppmöller, Fachbereichsleiter in der Wasserburg. Ferner wirken als Referenten und Begleiter die Theater- und Dramalehrerin Marjet de Boer, die Tanz- und Gesangslehrerin Olga Nijhof, die Referentin für kreatives Gestalten, Melanie Liewes, Musikpädagogin Iris van de Wetering und Raijai Amiri als Sprachmittler mit.

"Ich bin stolz darauf, dass sich bereits so viele Personen gefunden haben, die das Projekt mit Herzblut unterstützen", sagt der Leiter der Veranstaltung, Markus Toppmöller. Seine Motivation: "Diese Woche soll den geflüchteten jungen Erwachsenen die Möglichkeit bieten, sich mit der eigenen und der 'neuen' Kultur, in der sie jetzt leben, auseinanderzusetzen." Und die Referentin Marjet de Boer ergänzt: "Die Sprache des Herzens und der Gesichtsausdruck machen Theater, denn Theater verbindet unabhängig von Kultur oder Sprache."

Vom 15. bis 19. Mai und vom 16. bis 20. Oktober finden vergleichbare Seminare statt. Verbindliche Anmeldungen können bis zum 10. Februar per Mail an info@wasserburg-rindern.de oder per Post an die Wasserburg geschickt werden.

Ansprechpartner ist Markus Toppmöller, Telefonnummer 02821 7321 715, toppmoeller@bistum-muenster.de

(RP)