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Krankmeldungen im Kreis Kleve werden weniger

Statistik der AOK : Krankmeldungen im Kreis Kleve werden weniger

Die Arbeitnehmer werden seltener krank, fehlen aber immer länger am Arbeitsplatz. Das ergab eine Auswertung von Arbeitsunfähigkeitsdaten von rund 36.300 Beschäftigten im Kreis Kleve, die bei der AOK Rheinland/Hamburg versichert sind.

Entgegen dem rheinlandweiten Trend und der regionalen Entwicklung in der Vergangenheit ist der Krankenstand im Kreis Kleve im ersten Halbjahr 2019 um 2,13 auf 5,32 Prozent gestiegen. Das zeigt die Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten von rund 36.300 Beschäftigten im Kreis Kleve, die bei der AOK Rheinland/Hamburg versichert sind. Der Krankenstand liegt damit aber immer noch weit unter dem Durchschnitt des Rheinlandes, der von 5,97 auf 5,88 Prozent gesunken ist.

Bei den Kurzzeiterkrankungen ist im Kreisgebiet zwar ein Rückgang von 2,12 Prozent zu verzeichnen, bei den Langzeiterkrankungen, die länger als sechs Wochen andauerten, gab es aber einen hohen Anstieg um 15,84 Prozent. Da wegen der milden Temperaturen eine Grippewelle ausgeblieben ist, wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres fast 17 Prozent weniger Atemwegserkrankungen diagnostiziert als im Vorjahreshalbjahr. Auch bei den Infektionen gab es einen Rückgang von rund 13 Prozent. Die durch diese Diagnosen bedingten Fehltage verringerten sich dementsprechend stark. Mit einem Plus von 6,31 Prozent haben die Arbeitsunfähigkeiten aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen zugenommen. Bei diesen Erkrankungen wie auch in der Diagnosegruppe der Verdauungsorgane, bei psychischen Störungen und Herz-/Kreislauf-Beschwerden hat die Dauer der Fehlzeiten deutlich zugenommen. Im Schnitt blieben die Kreis Klever 12,7 Tage ihrem Arbeitsplatz wegen einer Erkrankung fern, im Vorjahr waren es noch 11,8 Tage.

„Viele Jahre war der Kreis Kleve die gesündeste Region im Rheinland, jetzt haben Bonn und Köln uns den Rang abgelaufen, aber auch der drittniedrigste Krankenstand ist ein hervorragender Wirtschaftsfaktor“, sagt AOK-Regionaldirektorin Barbara Nickesen. „Ein Grund für das gute Abschneiden ist der Altersdurchschnitt der AOK-Versicherten im Kreis Kleve, der niedriger ist als in den anderen Bezirken des Rheinlandes. Wir profitieren aber auch von der günstigen Wirtschaftsstruktur des Kreisgebietes, die durch kleine mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe geprägt ist.“ Die Chefs seien dort noch präsent und kümmerten sich um die Beschäftigten und deren Gesundheit.

(RP)