Projekt in Kranenburg Wenn Aktivisten auf Bauernhof-Realität treffen

Kranenburg-Niel · Um für oder gegen etwas zu sein, sollte man sich einigermaßen auskennen. Ein Bild von der Landwirtschaft machten sich nun drei junge Umweltschützerinnen bei Landwirt Pruys in Niel. Was sie dort erlebten.

 Ein konventioneller Betrieb, der aufs Tierwohl achtet: Die Gäste hatten an diesem Kuhstall nichts auszusetzen.

Ein konventioneller Betrieb, der aufs Tierwohl achtet: Die Gäste hatten an diesem Kuhstall nichts auszusetzen.

Foto: Anja Settnik

Das Motto klingt, als müsste der beteiligte Hofinhaber sich auf ein paar ungemütliche Tage einstellen: Aktivismus trifft Landwirtschaft. Doch die drei jungen Frauen, die jetzt bei Bauer Josef Pruys in Niel zu Besuch waren, sind in friedlicher Absicht gekommen. Nicht unkritisch – keinesfalls – aber doch bereit, sich kultiviert auszutauschen. Und tatsächlich war die Debatte zwischen dem Praktiker und den Aktivistinnen ausgesprochen konstruktiv. „Wir haben schnell gemerkt, dass wir inhaltlich gar nicht weit voneinander weg sind“, stellte Pruys fest. Und das, obwohl er nicht einmal einen Bio-Betrieb hat. Aber Josef Pruys, dessen Hof auf Grundmauern aus dem 17. Jahrhundert steht, ist nah dran an den Themen, die auch die Öko-Szene beschäftigen. Nicht selten besucht er Treffen von FFF. Tierwohl und Nachhaltigkeit sind für ihn ständige Begleiter.