1. NRW
  2. Städte
  3. Kleve

Kraneburg: Ei Laufbrett soll Fischottern helfen

Naturschutz in der Düffel : Laufbrett soll Fischottern helfen

Regelmäßig sterben in der Düffel Tiere, die Straßen überqueren. Damit soll nun Schluss sein. An der Bossebrücke zwischen Kranenburg und Niel wurde nun ein Laufbrett installiert.

 Um das Leben von Fischottern zu schützen, hat die Nabu-Naturschutzstation Niederrhein im Frühjahr eines der ersten Laufbretter für die Tiere in Nordrhein-Westfalen eingebaut. Es befindet sich an der Bossebrücke zwischen Kranenburg und Niel. Dabei handelt es sich um eine Unterquerungshilfe für alle Tiere, die sich auch im Gewässer auf der anderen Straßenseite aufhalten möchten, aber nicht schwimmen können oder wollen. Dazu gehören auch Fischotter, die von 2017 bis 2020 regelmäßig die Düffel aufgesucht haben, bis sie letztlich alle dem Straßenverkehr zum Opfer fielen.

Das Laufbrett entstand durch das Projekt „Grün-Blaue Rhein Allianz“. Einer der Partner ist ist die Nabu-Naturschutzstation Niederrhein. Kurz vor Abschluss des Projektes sind alle erforderlichen Genehmigungen erteilt und insbesondere die die Fragen der Haftung und Instandhaltung geklärt worden. Die Kreis Klever Bauverwaltungs-GmbH (KKB) unterstützt den Einbau des Laufbretts und übernimmt kostenlos alle künftigen Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben. „Bei der regelmäßig durchzuführenden Brückenwartung ist es problemlos möglich, auch das Laufbrett auf eventuelle Schäden zu kontrollieren und gegebenenfalls ein Brett auszutauschen, um es wieder gangfähig zu machen“, sagt Stephan Giesen, Leiter der Tiefbau und Straßenbaubehörde. „Immer wieder sterben Tiere, die die Straße überqueren, den Verkehrstod. Wenn wir auf so einfache Weise helfen können, dann machen wir das sehr gern.“

  • Schwimmen im Rhein, hier in Düsseldorf,
    Sommer in Meerbusch : Feuerwehr warnt vor Baden im Rhein
  • Umwelt- und Naturschützer beklagen die geplanten
    Vorwurf von Umweltschützern : „Stadt Krefeld bremst den Naturschutz aus“
  • KreisjŠgerschaft fliegt mit Drohnen Ÿber Felder,
    Tierschutz im Kreis Kleve : 70 Kitze vor dem Mähtod gerettet

Auch der Deichverband befürwortet den Einbau des Laufbrettes. Damit nicht nur für die die Brücke unterquerenden Tiere gesorgt ist, wurde auf besonderen Wunsch des Deichverbandes ein Sicherungsgitter installiert. „Spielenden Kindern wird auf diese Weise der Zugang zum Brett verwehrt, denn auch sie gilt es in besonderem Maße zu schützen“, so Julius Meisters, Verbandsdeichgräf Kleve-Landesgrenze.

Ortrun Heine, Leiterin des Teilprojekts Fischotter, erklärt, dass sich momentan zwar kein Fischotter in Düffelward aufhalte. Allerdings wird dort demnächst das Aufeinandertreffen der niederländischen Population mit der münsterländischen erwartet, die beide auf dem Vormarsch seien. Die Projektmitglieder haben alles vorbereitet, um sie wieder willkommen zu heißen.

Fischotter gelten in Deutschland als bedroht. Für sie ist die größte Gefahr der Straßenverkehr. Die Tiere vermeiden es, durch stark strömende Gewässer zu schwimmen. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, das Ufer trocken zu erreichen, nehmen die Fischotter oft den gefährlichen Weg über die Brücke – und kommen dabei um, so der Nabu.

((lvh))