Kleve: Konzept für drei Gemeinschaftsschulen

Kleve : Konzept für drei Gemeinschaftsschulen

Zwölf Gemeinschaftsschulen werden in NRW an den Start gehen, die anderen, und damit auch das interkommunale Schulprojekt zwischen Kranenburg, Bedburg-Hau und Kleve, werden auf eine entsprechende gesetzliche Grundlage warten müssen.

Das teilte dem Klever Schulausschuss gestern Dr. Detlef Garbe mit, dessen Garbe-Consult Konzepte für die Klever Schullandschaft entwickelt. Er rechnet jedoch vor der Sommerpause mit einer entsprechenden Lösung.

"Eine Antragstellung für eine neue Schulform, die 2012/13 an den Start geht, muss bis November 2011 vorliegen", setzte Garbe den endgültigen Abgabetermin für einen entsprechenden Antrag. Demnach müssen sich die Kommunen bis September entschieden haben, so später Alexander Frantz (SPD), der den Ausschuss leitete. Ein interkommunales Konzept könnte eine Gemeinschaftsschule allein für Klever Schüler, eine für Klever und Bedburg-Hauer und eine für Klever und Kranenburger Schüler vorsehen. Die Hauptschulen in Bedburg-Hau und Kranenburg würden mittelfristig keine Chance mehr haben, urteilte Garbe. Wenn eine Gesamtschule für Kleve kommt, werde man allein eine Hauptschule stabilisieren können, so Garbe weiter.

Wie Kleves Bürgermeister Theo Brauer plädierte Jörg Cosar für die Klever CDU für eine interkommunale Lösung. Michael Bay (Grüne) zweifelte am Willen der Gemeinde Kranenburg, sich an gemeinsamen Gemeinschaftsschulen aller drei Kommunen zu beteiligen und zitierte entsprechende Mails. Gudrun Hütten, als Grundschulleiterin im Ausschuss, mahnte vor den Folgen für die Schulen, wenn einzelne Kommunen ausscheren. Zudem forderte sie dringlich "Schlusszeiten" mit klaren Beschreibungen der künftigen Schulen, damit sich die Eltern der Grundschulen entsprechend entscheiden können.

Nach intensiver Diskussion gab es keine Beschlussempfehlung, weil die FDP noch Beratungsbedarf hatte. Vorgesehen war eine Empfehlung für drei Schulen und, falls die anderen Kommunen sich anders orientieren, entsprechende Vorbereitungen für Kleve alleine.

(RP/jul)
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