Kommentar zur Landratswahl im Kreis Kleve Diese Wahlbeteiligung ist ein Desaster

Meinung | Kreis Kleve · Im schlimmsten Fall wird am Ende ein Landrat stehen, der zwar die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen konnte – aber nur von einem Bruchteil der Wahlberechtigten gewählt wurde.

Besucher im Klever Kreishaus verfolgen den Wahlabend.

Besucher im Klever Kreishaus verfolgen den Wahlabend.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Die Wähler im Kreis Kleve haben entschieden, Christoph Gerwers und Stefan Welberts am 11. Dezember in die Stichwahl zu schicken. Der deutlich größere Teil der Wähler hat am Sonntag aber eine ganze andere Entscheidung getroffen: zu Hause bleiben, gar nicht erst wählen gehen. Beobachter hatten eine Wahlbeteiligung von 30 Prozent befürchtet – die Befürchtungen wurden nochmal unterboten. Klägliche 27,6 Prozent Wahlbeteiligung standen am Ende. Wenn fast Dreiviertel der Wähler von ihrem Stimmrecht kein Gebrauch machen, gibt es nichts mehr schön zu reden: Das ist ein Desaster.