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Kreis Kleve "Kollege Roboter" begeistert Minis

Kreis Kleve · Vorlesung bei der Kinderuni der Hochschule Rhein-Waal in Kleve.

 Prof. Dirk Nissing hielt den Vortrag im Audimax.

Prof. Dirk Nissing hielt den Vortrag im Audimax.

Foto: Evers

So voll sieht man Hörsäle selten — es gibt natürlich auch nicht alle Tage so spannende Themen wie jetzt im Klever Audimax. Die Kinderuni hatte zu einer Vorlesung über Roboter eingeladen und damit erwartungsgemäß vor allem kleine und große Jungs erreicht. Hunderte künftige Weltraumforscher mit ihren Vätern (vereinzelte Mütter mit Töchtern waren auch vertreten) füllten die Ränge des größten Hörsaals der Hochschule Rhein-Waal. Sie hatten nach einer knappen Stunde ein viel besseres Verständnis für "R2D2" und all die anderen schlauen Helfer der Menschheit.

"Technologisch sind wir längst in der Zukunft angelangt", sagt Prof. Dirk Nissing, der den Vortrag "Der Roboter — Science Fiction oder Alltag?" hielt. Seine erwachsenen Studenten wissen das längst, schließlich experimentiert die Hochschule intensiv an dem Thema. Für die Nachwuchs-Forscher hingegen war vieles neu; gemeinsam mit Prof. Nissing kamen sie dem geheimnisvollen "Wesen" auf die Spur. Sie lernten, dass ein Harvester kein Roboter ist, schließlich muss man ihm "sagen", welche Bäume er fällen soll. Hingegen war Nissing bereit, Leonardo da Vincis Ritter von 1495, der über Seilzüge bedient wurde, als "Roboter" zu akzeptieren. "Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt" kannten die Väter noch, die Bilder von "R2D2" aus "Star Wars" brachten alle Kinder zum Jubeln. Der Helfer, der Opas weitläufigen Rasen pflegt, war vielen bekannt, über ein ähnliches Gerät für die Wohnung würden sich vermutlich Mütter freuen. Dass er auch in gefährlicher Umgebung nützlich ist, den Beschäftigten in der Industrie monotone Arbeit abnimmt und akkurater als die ruhigste Hand eines Chirurgen operiert — daran wird selten gedacht. Schon heute hilft er beim Einparken und arbeitet zudem ausdauernd, ohne Pausen, Urlaub oder bezahlte Krankheitstage zu verlangen. Sensoren oder Augen, "Aktoren" oder Muskeln — die Unterschiede sind fließend. Der Roboter — Fluch oder Segen? Letzteres, meint Prof. Nissing und ist sicher, dass er für viele heutige Kinder schon bald ein nützlicher Kollege sein wird.

(RP)
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