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Klöeve: im Tiergarten sind drei kleine Ferkel geboren worden

Nachwuchs : Drei kleine Ferkel im Tiergarten Kleve

Drei Tage, drei Wochen und drei Monate waren sie im Bauch ihrer Mutter. Nun warten sie auf Besucher. Eine Online-Reservierung ist nicht mehr erforderlich.

Drei Ferkel erblickten nun im Tiergarten Kleve das Licht der Welt. Die Mutter ist eine Rote Wollsau, der Vater ein Bunter Bentheimer Eber. Die ursprünglich aus Ungarn stammenden Wollschweine, auch als Mangalitza bekannt, wurden ursprünglich aufgrund ihres Fettanteils gezüchtet. „Mit einem Fettanteil von 65-70 Prozent der Gesamtmasse seines Körpers ist das Mangalitza eine der fettesten Schweinerassen der Welt“, weiß Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Die intramuskuläre Marmorierung mit Fett sorgt für ein besonders schmackhaftes Fleisch, welches durch die hohen Anteile an Omega-3-Fettsäuren sowie der natürlichen Antioxidantien im Fett auch als sehr gesund angesehen wird.“

Wie der Tiergarten weiter mitteilt, waren Wollschweine um das Jahr 1900 mit mehr als 6,5 Millionen Individuen die häufigste Schweinerasse Ungarns und erlebten nach dem Zweiten Weltkrieg einen Bestandsrückgang. In den 1970er Jahren waren sie sogar fast aus Ungarn verschwunden. „Der Grund für den Rückgang des Mangalitzas ist der hohe Fettanteil. Früher war Fett am Schweinefleisch vor allem als Energiequelle von Bedeutung. Doch seit der Mitte des 20. Jahrhunderts möchten die Konsumenten immer magereres Fleisch, was das Mangalitza beinahe an den Rand der Ausrottung gebracht hat“, sagt Polotzek. Hinzu komme dass die Tiere durch ihre geringe Fruchtbarkeit und die längere Mast nicht konkurrenzfähig zu den heutigen Mastschweinen seien. Heute haben sich die Bestände mit rund 60.000 Tieren wieder etwas erholt, aber dennoch wird das Rote Wollschwein derzeit als gefährdete Haustierrasse gelistet.

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„Die Tragzeit bei Schweinen ist immer auf den Tag genau drei Tage, drei Wochen und drei Monate. Danach bringen die Mangalitza-Sauen drei bis neun Ferkel zur Welt, die ähnlich wie Frischlinge leicht gestreift sind. Bereits mit wenigen Tagen verlassen die Ferkel zum ersten Mal den Stall und erkunden neugierig ihre Umgebung“, sagt Polotzek und freut sich über den Nachwuchs, der auch schon bereits für die Besucher zu sehen ist.

Wer die drei Ferkel sehen möchte, kann das täglich im Tiergarten Kleve tun. Neben Nachwuchs bei den Schweinen erfreuen auch die Jungtiere von Zwergotter, Trampeltier und Seehund derzeit die Gäste.

Der Tiergarten Kleve ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Online-Reservierung ist nicht mehr erforderlich. 

(RP)