Kleve/Göttingen: Klimkes Stück "America First" in Göttingen gefeiert

Kleve/Göttingen: Klimkes Stück "America First" in Göttingen gefeiert

Zum Schluss tanzen Donald Trump, Theresa May und die anderen zu Ivanka Trump, die im lila Reißverschlusskleid von einer "gar wichtigen" Frauenkonferenz kommt und Marilyns "I'm gonna File my Claim" singt. Doch das ist nur der Schluss - das Stück dreht sich um "Die Monroe". Wobei es sich der in Berlin lebende Klever Autor Christoph Klimke, der die Monroe-Biografie für die Bühne schrieb, sich nicht nehmen ließ auch die zweite Blondine - Ivanka - einzubauen und Marilyn so in der Gegenwart ankommen zu lassen: Das deutsche Theater in Göttingen, für das Klimke den Text verfasst hat, hat das Stück "America first" unter der Regie von Erich Sidler uraufgeführt. Klimke schuf eine ungewöhnliche, unterhaltsame wie kurzweilige 150-Minuten-Revue, mischte Musical und Vaudeville. Und als Vaudeville funktioniert es mit Tempo und Witz, Klimke gelingt es, die Zerrissenheit der Figur Monroe, in all ihrer Vielfalt und Widersprüchlichkeit auf die Bühne zu bekommen. Es gibt Realitätsfetzen aus Marilyns Leben, üble Nachreden, es kommen John F. Kennedy und sein Bruder Robert vorbei, Nixon tritt auf, Jacki Kennedy wird von vier Schauspielern gespielt, die heutige Blondine Ivanka singt.

Und natürlich immer wieder Marilyn. In knappen weißen Shorts die junge, im engen wie kurzen roten Etui-Kleid die ältere. Die Kritik reagierte begeistert, im Theater gab's zur Uraufführung stehende Ovationen. Dass zum Schluss noch Ivanka auf die Bühne zitiert wird, kam allerdings unterschiedlich an. Passt aber unbedingt zum Titel: "America First". Klimke war sehr zufrieden: "Es lief bestens", sagt er.

Nächste Aufführung: 20. Dezember 19.45 Uhr, DT Göttingen.

(mgr)