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Kleve: Klever Schüler ist Mathe-Ass

Kleve : Klever Schüler ist Mathe-Ass

Lukas Nakamura vom Freiherr-vom-Stein Gymnasium (Jahrgangsstufe 9) hat bei der Landesrunde NRW der Mathematik-Olympiade den 1. Preis gewonnen. Jetzt nimmt er am Bundeswettbewerb teil.

Lukas Nakamura ist eigentlich ein ganz gewöhnlicher Jugendlicher: Er guckt gerne Star Wars und spielt Schach in seinem Verein Turm Kleve. Doch Lukas hat eine besondere Begabung: Er löst Matheaufgaben, bei denen andere gänzlich verzweifeln würden. "Lukas hat schon im Kindergarten Spaß an Zahlen gehabt und immer gerne an Aufgaben geknobelt", erzählt seine Mutter, Ulrike Nakamura.

Mit fünf Jahren hat sein Vater ihm dann Schachspielen beigebracht. "Mittlerweile spielen wir aber nicht mehr oft gegeneinander, das wäre ja fast schon langweilig für ihn", sagt Itsuro Nakamura. Einmal in der Woche hat er jetzt Training, dazu kommen noch regelmäßige Spiele. "Ich glaube schon, dass mir meine Mathefähigkeiten beim Schachspielen helfen", sagt Lukas. Seine Begabung spiegelt sich auch in seinen Lieblingsfächern wieder. "Ich mag die Naturwissenschaften besonders gern", erzählt er. Einen Berufswunsch habe er aber noch nicht, auch wenn er sich gut vorstellen könnte, später einmal etwas in dem Bereich zu machen. Der Apfel fällt bei den Nakamuras nicht weit vom Stamm: "Wir sind beide naturwissenschaftlich und mathematisch interessiert", sagt Mutter Ulrike Nakamura.

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Dass Lukas jetzt für das Freiherr-vom-Stein Gymnasium in die Bundesrunde des Mathewettbewerbs einzieht, macht Timo Bleisteiner, Mathelehrer an der Klever Schule und dortiger Koordinator der Olympiade, natürlich stolz. "Soweit wir das zurückverfolgen können, hat es noch keiner unserer Schule so weit im Wettbewerb gebracht. Darum ist das eine richtig tolle Sache", freut er sich. Damals sei er von seiner Mathelehrerin Frau Schneider angesprochen worden, ob er nicht teilnehmen wolle, erinnert sich Lukas. In diesem Jahr war er der Einzige aus seiner Klasse. "Die Aufgaben in der ersten Runde waren schwerer als im vergangenen Jahr. Die auf Landesebene fand ich dann relativ einfach", sagt Lukas. Dafür ist er mit vier anderen Schülern aus dem Kreis Kleve extra nach Lippstadt gereist. Vier von ihnen brachten einen Preis mit zurück. Lösen mussten sie Aufgaben verschiedenster mathematischer Bereiche, von Geometrie bis zum Herleiten von Beweisen.

"Schüler mit besonderen Fähigkeiten sind im normalen Unterricht häufig schwer zu fördern. Darum freuen wir uns über die Möglichkeit der Wettbewerbe. Das Stein-Gymnasium nimmt an insgesamt dreien pro Jahr teil", erzählt Bleisteiner. Das sei auch immer mit einem zusätzlichen Aufwand für die Lehrer verbunden. Denn bei den ersten zwei Runden korrigieren sie die Aufgaben der Teilnehmer. "Zusätzlich haben wir kürzlich einen Mathematik-Zusatzkurs ins Leben gerufen", so Bleisteiner. Da könne noch gezielter gefördert werden.

(lukra)