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Klever Facharzt: Schmerztherapie hilft chronisch Kranken im Alltag

Medizin : Telefonaktion zum Thema Schmerz

Verschiedenste Krankheiten können Ursache für chronische Schmerzen sein. Eine umfassende Therapie verspricht den größten Erfolg.

Es sind diverse Krankheiten, die als Auslöser infrage kommen. Aber alle Betroffenen – wie auch immer ihre Diagnose lautet – verstehen, worum es geht, wenn jemand von dauerhaften Schmerzen spricht. Solchen, die kaum Platz für andere Wahrnehmungen lassen, die es unmöglich machen oder zumindest extrem erschweren, seinem Job oder den Erfordernissen des Alltags nachzugehen. Sie alle sehnen sich nach einem Mittel gegen den Schmerz. Eine ganzheitliche Schmerztherapie, wie sie das Karl-Leisner-Klinikum anbietet, kann am ehesten helfen. Die Rheinische Post bietet zum Thema eine Telefonsprechstunde an.

Der Fachmann rund um alle Fragen zum Thema Schmerz ist Professor Jörg Mühling. Er leitet in Kleve die Ambulanz, die immer dienstags am St.-Antonius-Hospital angeboten wird. „Chronische Schmerzen haben in der Regel vielschichtige Gründe“, weiß der Schmerzexperte. „Wir behandeln deshalb sehr individuell – mit einer komplexen Therapie, die der Schmerzform angepasst ist.“ Die Ambulanz richtet sich an alle Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden. Dies können zum Beispiel Kopf-, Nerven-, Rheuma- oder Tumorschmerzen sein. „Jeder Patient ist anders“, weiß der erfahrene Mediziner. „Schmerzen unterscheiden sich in Ursache, Dauer und Intensität.“

Basis für die Behandlung in der schmerztherapeutischen Spezialambulanz des Klever Krankenhauses ist deshalb stets eine umfassende Vorbesprechung und Untersuchung. „Der Leidensdruck durch die Beschwerden ist meist groß. Wir möchten wissen, wie Patienten ihre Schmerzen genau beschreiben, an welchen Behandlungsmethoden sie mit welchem Erfolg bereits teilgenommen haben und welche Auswirkungen der Schmerz auf ihr Leben hat“, so Mühling.

Bei Anamnese (damit ist die Feststellung der Krankengeschichte gemeint) und Behandlung greift der Facharzt für Schmerztherapie, Palliativmedizin, Akupunktur, Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin auf einen großen Erfahrungsschatz zurück: 18 Jahre lang war Mühling an der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Gießen tätig. Seit 2010 arbeitet er auch jenseits der Grenze in der Afdeling Anesthesiologie, Pijn- & Palliatieve Geneeskunde am Radboud Universitair Medisch Centrum in Nimwegen. Da kommen viel Wissen und viel Erfahrung zusammen; von beidem können Patienten profitieren.

Die Fachleute betonen, dass die Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Schmerzen ebenso vielfältig und komplex wie die Schmerzursachen sind. Sie reichen von medikamentöser Therapie über Akupunktur, spezielle Nerven- und Sympathikus-Blockaden, therapeutische Lokalanästhesie, Darmsanierung oder psychologische Mitbehandlung bis hin zur Physiotherapie. Alles kann für den einzelnen Patienten das Richtige sein, oft in Kombination. Viele Fachbegriffe kursieren, die Laien vielleicht nicht immer kennen, Betroffenen allerdings meist nur zu vertraut sind.

Alle wünschen sich Linderung, wenn schon Heilung nicht immer möglich ist. Die richtigen Ansprechpartner können helfen.