Kleve: Klever Bahnhof soll 160 000 Euro kosten

Kleve : Klever Bahnhof soll 160 000 Euro kosten

Im Juni wird entschieden, wer den Zuschlag für das Bahnhofsgebäude in Kleve bekommen soll - wenn es entsprechende Bewerber gibt. Investoren können ab sofort für den Bau an der Bahn bei der BahnEntwicklungsGesellschaft bieten.

Die Stadt Kleve und die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW (BEG) haben gestern das gemeinsame Investorenauswahlverfahren zum Empfangsgebäude Bahnhof Kleve gestartet. Das meldete gestern Stadtsprecher Jörg Boltersdorf. "Der Mindestkaufpreis für die Fläche mit Empfangsgebäude beträgt 160 000 Euro netto und für die Stellplatzfläche 17 500 Euro. Hinzu kommen die Kaufvertragskosten und die Vermessungskosten", so der Stadtsprecher weiter.

Das Angebot der BahnflächenEntwicklungsGesellschaft umfasst das alte, denkmalgeschützten Bahnhofgebäude mit seinen beiden Anbauten rechts und links der "Empfangshalle". Die dürfen auch abgerissen und durch neue Anbauten ersetzt werden. Die Fläche, die verkauft werden soll, misst rund 1000 Quadratmeter. Sie umschließt den Bahnhofsbau und Teile des Perrons. Zum künftigen Bahnhofsvorplatz endet das Grundstück quasi mit den Außenmauern des Gebäudes. Die neu zu bebauende Grundfläche misst rund 390 Quadratmeter. Zusätzlich bietet die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft eine Fläche für bis zu 20 Stellplätze an, die ein möglicher Investor für 17 500 zukaufen kann.

Im Erdgeschoss des Bahnhofes können künftig rund 400 Quadratmeter und im Obergeschoss 230 Quadratmeter genutzt werden. Das Baupotenzial für die neuen Gebäude liegt bei 280 Quadratmeter im Erdgeschoss. Insgesamt, so rechnet Boltersdorf, könne der Bahnhof bis zu 910 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Wie die Flächen später genutzt werden, darüber werden die künftigen Käufer entscheiden. Die meisten Bahnhöfe entlang der ehemaligen Strecke Xanten-Kleve werden als Wohngebäude genutzt. Möglich sind auch, vor allem auch weil der Bahnhof mit der neuen Gestaltung des Bahnhofsplatzes und des Busbahnhofes unmittelbar an die City angeschlossen ist, gewerbliche oder kulturelle Einrichtungen.

"Für das Empfangsgebäude Kleve wird ein verlässlicher Investor gesucht, der mit einem wirtschaftlichen, denkmalgerechten Nutzungs-, Sanierungs- und Umbaukonzept in hoher architektonischer und städtebaulicher Qualität überzeugt", erklärt Boltersdorf den Standpunkt der Stadt Kleve.

Die Stadt hat bei der Auswahl des Investors ein Mitspracherecht: "Am 2. März werden die Teilnehmer für die Stufe 2 durch die Stadt Kleve, die DB Station&Service AG und die BEG ausgewählt", erklärt der Stadtsprecher. Vorher können bis zum 20. Februar in der ersten Stufen des Verfahrens Interessenten beim Büro Heinz Jahnen Pflüger, Aachen, unter "bf.kleve@HJPplaner.de" die Unterlagen für die Stufe 1 anfordern. In dieser ersten Stufe werden technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit geprüft. Diese Bewerbung muss bis zum 20. Februar, 16 Uhr, vorliegen. Wer dann weiterkommt, kann in der zweiten Stufen ein Konzept erarbeiten, die Entscheidung für den Zuschlag fällt im Juni. "Wir sind gespannt auf die Konzepte der Investoren, die im Rahmen des Verfahrens vorgelegt werden und freuen uns, dass das Empfangsgebäude einer neuen Nutzung zugeführt wird und das Umfeld in naher Zukunft eine städtebauliche Aufwertung erfährt", sagte gestern Kleves technischer Beigeordneter Jürgen Rauer.

(RP)