Terminkalender für Kleve : Auf einen Blick: Der Tag für Kleve

Der Grafiker Christoph Frauenlob hat mit „Klevetag“ einen Kalender für die Kreisstadt entwickelt, der alle Kulturtermine und auch VHS-Veranstaltungen übersichtlich listet. Vorstellung im Kulturausschuss wird nachgeholt.

Christoph Frauenlob hat das, was alle möchten: Den kompletten Veranstaltungskalender für die Stadt Kleve und Umgebung. Gut aufgearbeitet, übersichtlich, tagesaktuell und mit dem Blick nach vorne. Die Ausstellungen sind rot markiert, die Musik blau, die Comedy lila, das Theater grün und die anderen, wie das Mittwochskino, gelb. Man kann sie alle am Stück sauber gelistet aufrufen, oder nach Vorlieben sortiert. Möchte man nicht ins Theater und eher in Ausstellungen und Konzerte, dann lassen sich die anderen weg klicken. Oder hin zu holen. Wie man möchte. Es gibt ein kleines Foto, den Tag und die Zeit, den Titel und eine Kurzinfo. Will man mehr wissen, klickt man auf die Veranstaltung und bekommt die  ausführlichere Info des Veranstalters und auch gleich den Link zum Veranstalter. „Klevetag“ heißt die Seite und ist unter diesem Titel im Internet zu finden.

Jeder Klever, jeder Neubürger oder Tourist sieht hier auf einen Blick, wie reich das Kulturleben der Stadt ist und was er denn heute oder in den nächsten Tagen unternehmen kann. „Wir haben uns schon länger damit befasst, ein solches Angebot zu machen. Dann gab’s im April den Antrag der Grünen an die Stadt“, blickt der Klever Grafiker Christoph Frauenlob zurück. Frauenlob ist in der Klever Kulturszene bestens vernetzt, macht beispielsweise die Seite für den Jazzclub, ist bei Haus Mifgash aktiv, ist mit dem Kulturbüro Niederrhein vernetzt und lief beim Haus Koekkoek offene Türen ein: Ursula Geisselbrecht stellte ihm sofort alle Daten zur Verfügung.

„Als Hedwig Meyer-Wilmes den Antrag stellte, ein digitales Board zu entwickeln, haben wir uns intensiv drangesetzt“, sagt Frauenlob. Zusammen mit seinem Aachener Programmierer Marc Schümmer wurde die Seite kreiert. Fertig war das Ganze vor den Sommerferien, online ging er dann zu Schulbeginn und sollte in der jüngsten Kulturausschusssitzung vorgestellt werden. Vorgespräche mit Fachbereichsleiterin Annette Wier und Stadtsprecher und IT-Fachmann Jörg Boltersdorf seien positiv gewesen, sagt Frauenlob. Auch Kulturschaffende und Veranstalter sind begeistert, alle freuen sich, dass man endlich alles auf einem Blick hat.

Auch mit Blick auf die Idee, dass die Stadt den fertigen, gut gepflegten „Klevetag“ kaufen kann und nicht einen eigenen Auftritt entwickeln muss, sollte die Seite im jüngsten Kulturausschuss vorgestellt werden. Doch der Punkt flog von der Tagesordnung. Jörg Boltersdorf als IT-Fachmann der Verwaltung sei nicht im Hause und deshalb wolle man die Seite am 4. November vorstellen, hieß es. Außerdem teilte Annette Wier mit, man könne diese Seite nicht ohne weiteres in die städtische implementieren. Man könne allenfalls auf die Seite verweisen und sie verlinken, so Wier.

„Sicher ist das in dem städtischen Programmierrahmen schwierig. Aber ein Link auf eine Seite, die wie eine städtische aussieht und auf einem städtischen Server läuft, ist ohne weiteres möglich“, sagt Frauenlob. Dann bräuchte die Stadt den Kalender nicht mehr zu entwickeln und hätte ihn fertig auf dem Silbertablett. Frauenlob, der bis jetzt in Vorleistung gegangen ist, hofft jetzt auch auf Sponsoren, die mit ihrer Werbung die Seite tragen. Sein Ziel, all das, was in Kleve und Umgebung im „Fahrrad-erreichbaren Radius“ aufzulisten, möchte Frauenlob nicht aufgeben. Die Werbung stellt er sich so vor, wie beim Wetter von Hubert Reyers: unten aufgesetzt, erkennbar aber nicht mitten zwischen den Veranstaltungsankündigungen.