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Kleve: "Zwanziger-Gelände" soll entwickelt werden

Wohnungen in Kleve : Großbaugebiet im Herzen der Stadt

Mitten in der Stadt wird eine brachliegende Fläche für eine Bebauung entwickelt.

Die Fläche ist groß: 5000 Quadratmeter liegen zwischen Flutstraße, Ludwig-Jahn-Straße und Hafenstraße brach. Es ist die Fläche einer ehemaligen Gärtnerei (so Wiltrud Schnütgen, Grüne), die immer mal wieder überplant wurde, ohne dass eine dieser Planungen in die Realität umgesetzt wurde. Jetzt liegt wieder eine Idee vor. Doch bevor dort irgendetwas entwickelt und gebaut werden kann, möchte die Stadt für dieses Viertel einen neuen Bebauungsplan aufstellen.

Der Entwurf für diesen Bebauungsplan sieht eine mehrfache Erschließung des Gebietes vor – so führt eine Anliegerstraße von der Ludwig-Jahn-Straße auf die Spyckstraße. Diese neue Straße würde parallel zur Flutstraße liegen, so dass hinter den Häusern an der Flutstraße noch eine Hausreihe entstehen könnte. Von dieser neuen Straße soll ein Straßen-Bogen im Gebiet innen parallel zur Ludwig-Jahn- und zur Hafenstraße erstellt werden, der auch beidseitig bebaut werden könnte. Und zwar massiv: Man sei hier im innerstädtischen Bereich und lasse Häuser-Zeilen von 50 Meter Länge zu, heißt es in der Beschreibung zum neuen Bebauungsplan. Diese Bauten seien aber mit einem seitlichen Grenzabstand zu errichten. Die Häuser sollen dreigeschossig werden - mit dem üblichen Staffelgeschoss wären es vier Stockwerke. Zur niedrigeren bestehenden Bebauung hin sollen die neuen Häuser aber ein Geschoss weniger haben, „um einen verträglichen Übergang zwischen Bestand und Neubau zu schaffen“, so Kleves technischer Beigeordneter Jürgen Rauer. Die Flachdächer müssen begrünt werden, sofern sie nicht für Solaranlagen genutzt werden.

Wiltrud Schnütgen schlug vor, dass die Mitglieder des Bauausschusses sich auf dem Gelände treffen sollten, um das Ganze in Augenschein zu nehmen. Bauausschussvorsitzender Wolfgang Gebing (CDU) begrüßte das ausdrücklich. Werner Verhoeven (CDU) befand, es sei richtig, einen Bebauungsplan für das Gelände aufzustellen, was auch Josef Gietemann (SPD) unterstrich: „Das ist in sich stimmig.“ Joseph Merges (UK) bemängelte, dass es wohl schon Pläne gäbe und man nicht zulassen dürfe, dass dort ein Klotz hingesetzt werde. „Da wird schon sehr weit gedacht. Deshalb gehört das in die Öffentlichkeit, damit die Klever wissen, was auf sie zukommt“, so Merges. Rauer zog sich auf die Argumentation zurück, man müsse den Datenschutz wahren. Was wiederum Merges auf die Palme brachte: „Der Datenschutz darf nicht dazu missbraucht werden, dass wir die Schotten dichtmachen!“, sagte der Unabhängige Klever. Zwischendurch warf Gebing in die Runde, dass dort keine Klötze angedacht seien. Wär’s öffentlich gewesen, könnte sich jeder ein Bild machen...

Die Einleitung des Verfahrens wurde einstimmig empfohlen.